koku2012 in Funk und Presse



Nachfolgend einige Medienpublikationen zu koku2012. Wir bitten um Verständnis, dass diese Übersicht keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

 

 

 

 

 

 


DIE LOKALE ZEITUNG FÜR DIE VG NIEDER-OLM

Kunst erobert ganz Rheinhessen

AUSSTELLUNG › 300 Künstler bei Kunstevent ‚Koku‘ – Nieder-Olmerin mit dabei

 

NIEDER-OLM/SCHWABENHEIM/

SÖRGENLOCH –

 

 

„Ein Spaziergang

durch die Welt der Kunst, das ist

‚Koku‘, Kunst und Kommunikation“,

so Initiatorin Lisa Winter

über das große Kunst-Event in

Rheinhessen. Zwei Jahren dauerten

die Vorbereitungen dafür.

300 Künstler aus aller Welt hat

die Frankfurter Kunstschaffende

mit ihrer Idee angesteckt:

Bilder, Skulpturen, Theater,

Tanz und Literatur – dies und

noch viel mehr wurde kostenfrei

am letzten Aprilwochenende an

98 Ausstellungsorten in zahlreichen

Gemeinden und Städten

geboten. Ursprünglich sei man

von etwa 120 Künstlern an 30

bis 40 verschiedenen Ausstellungsorten

ausgegangen.

Die Verbandsgemeinde Nieder-

Olm war bei diesem erstmals

organisierten Kunstereignis

zweimal vertreten. Zum

einen mit einem sehenswerten

Ausstellungsort, dem Hotel-Restaurant

„Schloß Sörgenloch“,

zum anderen mit einer Nieder-

Olmer Künstlerin, Elsbeth Hollmann,

die im Weingut „martin‘s

weinklang“ in Schwabenheim

ihre Bilder zeigte. Im „Schloß

Sörgenloch“ stellte die Künstlerin

Ana Matt aus.

Sie präsentierte Bilder aus der

Werkgruppe „Ein Teil des Teils“

präsentieren. „Goethes Faust ist

für mich eine Quelle der Inspiration

und führt zu Arbeiten, die in

ihrem Motiv und ihrer Komposition

zur Parabel des Menschseins

werden.

Die Bildmotive sind keine

Illustration der Literatur, sondern

vielmehr Vehikel zum

Verständnis des Menschen und

seiner Situation“, beschreibt die

Künstlerin ihre Philosophie. Mit

einem „Drei-Gänge“-Vernissage-

Menü“ wurde den Besuchern im

„Schloß Sörgenloch“ außer dem

Koku-Teilnehmerin Elsbeth Hollmann vor ihren „Metamorphosen“. Foto: Annette Pospesch

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Kunstgenuss auch Kulinarisches

auf hohem Niveau geboten.

Einfacher und rustikaler, aber

nicht weniger schmackhaft waren

die Leckereien, die im Weingut

„martin‘s weinklang“ zu den

Exponaten der Nieder-Olmer

Künstlerin Elsbeth Hollmann

gereicht wurden. „Die Idee,

die hinter dem Konzept der

„Koku“ steht, hat mich gleich

begeistert“, erzählt Elsbeth

Hollmann. Die Kunst zu den

Menschen zu bringen, gemeinsam

zu kommunizieren und zu

feiern, das sei ein guter Ansatz.

Für die Koku-Ausstellung hat

die ehemalige Schulsekretärin,

die vor 20 Jahren ihr Talent zur

Malerei entdeckt hat, vier neue

abstrakte Farbkompositionen in

Acryltechnik geschaffen.

Die anderen Exponate sind

ausdrucksstarke Bilder, die sie

Metamorphosen nennt und

Porträts von interessanten Menschen,

die ihren Lebensweg

kreuzten.

Hierbei arbeitet Elsbeth Hollmann,

die sich unter anderem

durch Kurse bei Professor Wolf

Wirsch und Igor Michailow

künstlerisch weiter entwickelte,

mit Pastellkreide. „Die Resonanz

auf dieses Event ist durchweg

positiv und auch für mich

eine tolle neue Erfahrung“, resümiert

Elsbeth Hollmann zum

Abschluss.

 

 

 

 

von Annette Pospesch

 



Radio Rheinwelle


Pressecenter - Gastlandschaften Rheinland-Pfalz


my heimat

 

Künstler Event "KOKU" in Rheinhessen

 

Am Sonntag Abend ist das Künstler-Event "KOKU" an dem über 300 Internationale Künstler in 98 rheinhessischen Orten und Städten teilnahmen, zu Ende gegangen. Drei Weinheimer Weingüter nahmen daran teil und stellten mehreren Künstlern ihre Räumlichkeiten zur Verfügung. Zwei davon habe ich besucht und muss sagen dass ich beeindruckt war. Im Weingut Born hatten die Künstler Anna Ducrocq (Fotografie und Malerei), Rene von Boch und (Pop Art) und Frank Marx ausgestellt. Mit Rene von Boch, aus dem Saarland, habe ich kurz gesprochen, während er mir seine Bilder und die der beiden anderen Künstler zeigte. Seine Bilder sind mit unterschiedlichen Techniken, Öl und Akrylfarben gemalt und gestaltet.
Im Weingut Marx in der Hauptstraße traf ich gleich im Hof auf die Kölner Künstlerin Carolina Alonso die mich herzlich begrüßte. Sie zeigte mir persönlich ihre Werke im Keller und in der Weinprobier Stube, wo ihre Bilder wunderbar in Szene gesetzt wurden. Im Gewölbekeller auf Holzfässer gestellt, mit indirektem Licht wirkten die Bilder fast schon „Intim“. Bei den Bildern die im Keller mit den großen Weintanks aufgestellt waren, hatte man das Gefühl sie fordern den Betrachter zum mittanzen auf. Die Portraits von Marylin Monroe und James Dean konnte man bei einer Weinverkostung und herzhaften Häppchen bewundern. Für mich war es ein Künstler- Event der „Superlative“ und ein schöner Erfolg, hoffentlich wird es wiederholt.

Hier noch der Link www.koku2012.de da kann man sich über die Idee, die Künstler und die Veranstaltungsorte Informieren.

 

Link zum Artikel mit Bildern.

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Wormser Zeitung

Rheinhessen 

Koku vergibt sieben Kunstpreise

25.04.2012 - RHEINHESSEN

(red). 300 Künstler an 100 Ausstellungsorten - das war „Koku - Kunst und Kommunikation 2012“. Eine Jury nominierte in einem ersten Durchgang 30 Kunstschaffende für den erstmals vergebenen Preis „Kokus“. Ausgezeichnet wurden schließlich bei der Abschlussveranstaltung im Best Western Hotel in Alzey sieben Künstler.

Als Erstplatzierte bekam Meune Lehmann (Malerin, Nortorf) den goldenen Kokus, Silber ging an Livia Kubach und Michael Kropp (Bildhauer, Bad Münster am Stein), den bronzenen Kokus bekam Christina Amstutz, (Seidenmalerei und Makrofotografie, Montreal/Kanada). Vierter wurde Lars van der Goor (Fotografie von Landschaften und Tieren, Diemen/Niederlande), Fünfte die Kreismusikschule Alzey-Worms (musikalische Darbietungen, Alzey), Sechste Karin Stein (Malerin und Musikerin, Straubing) und Siebter Hartmut Keil (Mundartdichter, Worms).

Jurymitglied Wilhelm Gerlach freute sich, dass Rheinhessen als Schauplatz für Koku ausgewählt worden sei. Mit einem in Eisen und Seide eingefassten Bildband dankte Gerlach Initiatorin Lisa Winter für ihr Engagement. Die Frankfurter Künstlerin kündigte an, dass es 2014 erneut ein Koku-Festival geben könnte,

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Barbara Schauß lässt sich von Rheinhessens schönsten Orten, etwa dem Wormser Dom oder dem Kloppberg, inspirieren. Ihr Bild „Frühling“ zeigt ebenfalls eine typisch rheinhessische Landschaft. Foto: pa/Carsten Selak
Barbara Schauß lässt sich von Rheinhessens schönsten Orten, etwa dem Wormser Dom oder dem Kloppberg, inspirieren. Ihr Bild „Frühling“ zeigt ebenfalls eine typisch rheinhessische Landschaft. Foto: pa/Carsten Selak

Alzey 

Künstlerin Barbara Schauß zeigt rheinhessische Impressionen in Alzey

25.04.2012 01:00 Uhr - ALZEY

Von Ulla Grall

„Dies ist Premiere und Finale zugleich“, meint Franz Horch, Vorstandsmitglied der Sparkasse Worms-Alzey-Ried, in seine Eröffnungsrede. „Die Vernissage der Bilder von Barbara Schauß ist zugleich Abschluss von ‚Koku‘ dem Kunstevent, das am vergangenen Wochenende ganz Rheinhessen zur größten Ausstellungsfläche der Welt machte - größer als der Louvre!“ Nach zwei Tagen voller künstlerischer Höhepunkte findet Koku hier einen krönenden Abschluss. Noch bis 11. Mai werden die Arbeiten von Barbara Schauß in den Räumen der Sparkasse in der Bleichstraße zu sehen sein.

Bilderzyklus zum Wormser Dom

Gleich beim Betreten steht der Besucher dem ersten Werk gegenüber. „Frühling“ ist es betitelt, eine Arbeit in Öl, und zeigt eine typisch rheinhessische Landschaft. „Ich schätze das Malen mit Ölfarben sehr, obwohl ich häufig zu Acryl greife“, erläuterte Schauß. „Ölfarben lassen einen größeren Detailreichtum zu, haben aber eine sehr lange Trocknungszeit. Acrylfarben trocknen sehr schnell, das ist für mich von Vorteil.“ Schauß beherrscht beide Techniken. Das wird deutlich bei der „Aussicht am Kloppberg“, einer Arbeit in Acryl, die jedoch wie mit Ölfarben gemalt wirkt. Die gestalterischen Möglichkeiten der Acrylmalerei zeigt die herbstlichen Ansicht eines Weinbergs, bei der die Stimmung mit bis zu zehn Farbaufträgen und verlaufender Farbe - „Dripping“ nennt man die Technik - intensiv eingefangen ist. Die Landschaftsbilder der Künstlerin wirken impressionistisch; ein ausgeprägtes Beispiel ist die kleinformatige Waldszene, bei der sich Stämme und Blattwerk beim Nähertreten zu Strichen und Punkten auflösen.

Auch die ausgestellte Ansicht des Westchors vom Wormser Dom ist solch eine impressionistische Arbeit. „Der Dom war schon öfters Thema meiner Bilder“, sagt die Malerin dazu. „Ich habe mich von Monet inspirieren lassen, der die Kathedrale von Reims 33-mal in seinen Werken festhielt. Jedes Mal in einer anderen Stimmung und anderem Licht.“ Eines der Schauß’schen Bilder des Wormser Doms wurde dieser Tage zugunsten von Unicef versteigert. In die Landschaften in Acryl, die aus der intensiven Auseinandersetzung mit ihrer rheinhessischen Wahlheimat entstehen - Schauß ist gebürtige Marktheidenfelderin - arbeitet sie auch des Öfteren als erste Schicht Erde ein.

Turner und Monet sind Vorbilder

So auch bei einer Aussicht auf den Donnersberg, wo der Künstlerin mit dem Einsatz ungewöhnlicher Gelb- und Goldtöne ein durchaus „Turner‘scher Himmel“ gelungen ist. „Auch William Turner zählt zu meinen Vorbildern“, gesteht sie dazu.

Neben den impressionistischen Landschaften entstehen immer wieder abstrakte Arbeiten, bei denen Materialeinbettungen auffallen. „Ich will mich nicht nur auf einen Stil festlegen“, meint die Malerin, die den Besuchern der Vernissage ihre Bilder beschreibt und Einblicke in ihre Arbeitstechniken gibt. „Es ist hier nur ein sehr kleiner Ausschnitt aus meinen Arbeiten zu sehen“, sagt sie und verweist auf die im November anstehende Ausstellung im Burggrafiat: „Dort werden auch größerformatige Bilder zu sehen sein, für die hier der Platz nicht ausreichen würde.“

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Die Malerin Annemarie Kijaszek präsentierte unter anderem Gemälde mit Blumen und asiatischen Motiven. Foto: Thomas Schmidt
Die Malerin Annemarie Kijaszek präsentierte unter anderem Gemälde mit Blumen und asiatischen Motiven. Foto: Thomas Schmidt

Schwabenheim 

Schwabenheim beteiligt sich mit breitem Angebot an Kultur-Festival Koku

24.04.2012 03:00 Uhr - SCHWABENHEIM

Von Joachim Kühn

Über die Kunst zur Kommunikation zu kommen, das stand am vergangenen Wochenende auch in Schwabenheim auf dem Programm. Im Rahmen des Festivals „koku“, an dem sich rheinhessenweit rund 300 Künstler beteiligten, konnten in der Selztalgemeinde etliche Ausstellungen besucht werden.

Darüber hinaus wurde den Besuchern aber auch Kunst in anderer Form unterbreitet. Interessant für Gäste aus nah und fern war sicherlich die Mischung der unterschiedlichen Variationen.

So hatte beispielsweise die Malerin Annemarie Kijaszek im Innenbereich eines Gasthauses Bilder mit rheinhessischen und im Außentrakt mit asiatischen Motiven sowie Blumengemälde ausgestellt. Gleich nebenan sah man schmunzelnde Gesichter während der mundartlichen Lieder, die der Nieder-Bayer Rudi Vietz zwischen den Gemälden von Martin Krüper und Lisa Winter vortrug.

Begab man sich von der evangelischen Kirche, wo Margit Hübners Landschaftsbilder zu genießen waren, zum Rathaus, in dem Gemälde und Skulpturen mit indianischen und afrikanischen Motiven von Edith Bartha und Joachim (Jo) Winter präsentiert wurden, kam man an einer völlig anderen Facette von Kunst nicht vorbei.

Unmittelbar neben dem Marktplatzbrunnen bestaunte und bewunderte Groß und Klein die Steinfiguren (Elefanten, Krokodile, Löwen, Eulen und Buddhas) aus Marmor und Granit des Gundersheimers Claus Fay.

Die Lacher hatten die „Bürozicken“ Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki bei „Martin’s Weinklang“ (Luy) auf ihrer Seite. Humorvoll trugen die beiden Rheinländerinnen, umgeben von abstrakter Malerei Elsbeth Hollmanns, aus ihrem gleichnamigen Buch, das den „normalen Wahnsinn des Büroalltags mit einigen skurrilen Typen“ schildert, vor. Die musikalische Umrahmung übernahmen dabei die „Terror-Zwerge“, eine Schwabenheimer Schülerband, die kurzfristig für die eigentlich vorgesehenen Musiker eingesprungen waren.

Musikalisch untermalt - diesmal durch die eigene Tochter - bot die Autorin Kerstin Hamann mit Auszügen aus ihrem Kriminalroman „Abgehakt“ spannende Entspannung. Gefesselt lauschten die Zuhörer, als sie literarische Zeugen des Serienmordfalls wurden, den Kommissar Martin Sandor aufzuklären hat.

„Südländische Momente & Collagenwelten“ von Gabi Kaula warteten danach auf die Besucher im Weingut Klos, wo auch zuckersüße Pralinen aus Nina’s Pralinen-Manufaktur angeboten wurden.

Insgesamt gesehen bestand für die Besucher wegen des außerordentlich umfangreichen Kunstangebots die Qual der Wahl. Der Grund, warum auch an dieser Stelle nur ein Bruchteil des Gesamten beleuchtet werden konnte.

Eines steht jedoch mit Sicherheit fest: die vielen Gespräche mit den Künstlern und unter den Besuchern wurden dem Anspruch des Festivals mehr als gerecht: Kommunikation auf unterschiedliche Weise und unterschiedlichen Ebenen fand ausgesprochen intensiv statt.

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Lisa Winter, Initiatorin der Veranstaltung, zeigt sich im Burggrafiat begeistert über die Vielfalt der ausgestellten Werke. Fotos: pa/ Axel Schmitz
Lisa Winter, Initiatorin der Veranstaltung, zeigt sich im Burggrafiat begeistert über die Vielfalt der ausgestellten Werke. Fotos: pa/ Axel Schmitz

Alzey 

Filigran und experimentell

23.04.2012 - ALZEY

Von Roswitha Wünsche-Heiden

KOKU FESTIVAL Rheinhessische Künstler zeigen Werke im Burggrafiat und Best Western Hotel

Gruppenvernissage im Burggrafiat. Die Frankfurterin Lisa Winter, eine der Ausstellerinnen, stellte die Koku-Künstler vor. Livia Kubach und Michael Kropp, ein Bildhauerpaar aus Bad Münster am Stein, zeigte Skulpturen, die das Material Stein an seine Grenzen führt, faszinierende, Licht durchlässige und klingende Formen zwischen gewichtiger, harter Masse und filigraner Zerbrechlichkeit. Hella Schümann experimentiert mit fotografischen Gestaltungsmöglichkeiten, insbesondere mit Makrofotos von Arrangements winziger Gegenstände wie Schneckenhäusern und Glasfiguren. Unterschiedliche Variationen des Abstrakten waren von Martina Strigl und Winter zu sehen. Während diese sich intuitiv und experimentell vom Gestaltungsprozess inspirieren lässt, wirken Strigls farbenfrohe Bilder sorgfältig ausgearbeitet und zeigen viel Struktur.

Einerseits eine Vernissage wie viele andere, zu der Bürgermeister Christoph Burkhard begrüßte, andererseits eine, die völlig aus dem gewohnten Rahmen fiel, denn die hier genannten Künstler waren nur fünf von 330, die gleichzeitig bei 103 Gastgebern in 41 Orten Rheinhessens ihre Werke zeigten. Lisa Winter ist die Initiatorin dieses Mammutevents. Sie hat sich mit dem Koku-Projekt einen Lebenstraum erfüllt und kann immer noch nicht fassen, was sie da in den letzten Wochen förmlich überrollt hat. Ursprünglich als etwas größeres Fest in der „Wasseruhr“ Wörrstadt geplant, ist dank ihres Einsatzes und der Kommunikation in sozialen Netzwerken das Projekt noch in den letzten Tages durch weitere Anfragen förmlich „explodiert“.

Drei Kilometer vom Burggrafiat entfernt liegt das Best Western Hotel, ein anderer Ausstellungsort von Koku. Hier wie im Burggrafiat war der Besuch am Samstag eher spärlich. Eine Wormserin hatte den Koku-Katalog durchgearbeitet und für sich eine Auswahl von Veranstaltungen zusammengestellt, die sie besuchen wollte. Zwei Mainzerinnen bemängelten, dass sie in Mainz an den genannten Stellen keine Kataloge mehr bekommen hätten und deshalb aufs Geradewohl nach Alzey gekommen seien. Einmal im Best Western gelandet und mit genug Zeit ausgestattet, konnte man dort genau das erleben, was sich die Erfinderin vorgestellt hatte, eine Vernetzung von Kunstschaffenden aus der ganzen Welt und eine Möglichkeit der Kontaktaufnahme zwischen Künstlern und Kunstinteressierten zum Gespräch und zum Knüpfen neuer Freundschaften. Die meisten der Künstler hatten zuvor schon über das Internet Kontakt miteinander, etwa Christine Amstutz aus Kanada, die schon seit 2010 mit Lisa Winter über das Internet kommuniziert und nun mit Bildern und Seidenmalerei bei Ausstellungen in Alzey und Schwabenheim präsent war. Sie wiederum kannte die Rollstuhlfahrerin Ulrike Küchenmeister aus Freiberg in Sachsen und ermutigte sie, sich einen Geburtstagswunsch zu erfüllen und mit ihren Encaustic- und Acrylmalereien am Koku-Event in Alzey teilzunehmen.

Und nun saßen sie im großen Saal des Best Western Hotels und erzählten sich ihre Geschichten. Die aus Spanien angereiste Deutsch-Ungarin Maria Földy, die ihre wechselhafte Lebensgeschichte in einem Buch festgehalten und über viele Umwege den Weg zur Malerei gefunden hat, begeisterte hier besonders mit ihren ansprechenden Aquarellen. Der Holländer Lars van de Goor hatte erst 2007 zu fotografieren begonnen und war im vergangenen Jahr schon Finalist eines renommierten Fotopreises. Seine stimmungsvollen Landschaftsaufnahmen und die spezielle Art, die Fotos auf metallenen Untergrund aufzubringen, zogen in verschiedenen Räumen die Blicke der Betrachter auf sich. Karl Peter Merz outete sich als tausendfacher Vielmaler, bei dem die Herstellung seiner Acrylbilder nicht länger als einen Tag dauern darf, während seine Frau Andrea für das akkurate Zeichnen von 7400 Parallelstrichen mehrere Monate gebraucht hat.

Best Western Chef Michael Werner ist begeistert, sowohl von Lisa Winters schier unglaublichem Engagement, als auch von der Resonanz, die das Projekt hat. Gern hat er dafür einen Großteil seiner Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt und neben den Lesungen und musikalischen Darbietungen haben sich auch seine Mitarbeiter mit einem kleinen Malwettbewerb, leckeren Waffeln und Cocktails eingebracht und bieten natürlich auch das komplette Hotel- und Restaurationsangebot für Besucher, die sonst nicht den Weg in sein Haus gefunden hätten.

 

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Die Autorinnen Sigrid Konopatzki und Sylvia Filz (2. und 3. v. l.) wussten im Weingut Dätwyl genauso zu begeistern wie das Saxofon-Ensemble „Querbeet Sax“. Foto: hbz/Michael Bahr
Die Autorinnen Sigrid Konopatzki und Sylvia Filz (2. und 3. v. l.) wussten im Weingut Dätwyl genauso zu begeistern wie das Saxofon-Ensemble „Querbeet Sax“. Foto: hbz/Michael Bahr

Wintersheim 

Allerlei Amüsantes aus dem Büro

23.04.2012 - WINTERSHEIM

Von Bergund Hilgers

KUNSTFESTIVAL Autorinnenduo liest im Weingut Dätwyl in Wintersheim

Die „Schreibkatzen“ - das sind Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki. Und sie sind nicht etwa kleine, liebe Schmusekätzchen, sondern fahren auch schon mal die Krallen aus. Im Rahmen des Kunstevents Koku 2012 lasen die beiden Autorinnen im Weingut Dätwyl aus ihrem gemeinsamen Buch „Bürozicken“.

Frech und gleichzeitig sympathisch, in leichtem rheinischen Dialekt, werfen die beiden Schriftstellerinnen einen Blick in ein deutsches Büro. Da ist richtig was los: Es wird getratscht, gelästert und intrigiert. Im Dschungel von Büroklatsch und Beziehungskisten stehen die beiden Freundinnen Anne und Hella als Chefsekretärinnen ihre Frau.

Büroklatsch und Beziehungskisten

Dabei zeigen sie sich unter anderem genervt von der penetranten Finanzchefin Evelyn Sauher-Seidel und der süßen „Büropraline“ Peggy, die mit ihrer „Fremdwörterverwendungsschwäche“ für so manchen Witz im Buch sorgt und ihren oft konfusen Chef Dr. Heimer schon mal als „impotente Persönlichkeit“ beschreibt. Hella ist seit der Trennung von ihrem Ehemann um keinen gehässigen Spruch verlegen und selbst Freundin Anne ist nicht immer davor gefeit. Auch sie ist Single und heimlich in Kollegen Simon verknallt. Als er Anne per Mail einlädt, löscht Hella aus Eifersucht die Nachricht, und Anne kündigt ihr daraufhin die Freundschaft.

Die Autorinnen wissen, wovon sie sprechen, wenn sie die verschiedenen Charaktere beschreiben und verbal die Fetzen fliegen lassen. Sigrid Konopatzki war früher Chefsekretärin, und Sylvia Filz ist noch immer an der Universität Düsseldorf beschäftigt.

„Das hat es alles schon gegeben“, sagt Sigrid Konopatzki. Doch das Buch sei nicht autobiografisch, die Firma fiktiv und Personen und Namen frei erfunden, betont sie. Seit rund drei Jahren schreibt das Autorinnenduo aus Rommerskirchen gemeinsam Bücher, die Idee für ihr drittes Buch gibt es schon, es soll im kommenden Frühjahr erscheinen. Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki haben zuvor bereits auch jede für sich Bücher geschrieben. „Gemeinsam macht es aber einfach mehr Spaß“, erklären die beiden.

Drittes Buch ist bereits in Planung

Bei einem gemeinsamen Abendessen mit lustigen Gesprächen über Männer, Beziehungen und verschwundene Socken entstand die Idee zum ersten Buch „Ohne (m)ein Eis sage ich nix!“ Die beiden befreundeten Autorinnen engagieren sich auch gemeinsam ehrenamtlich als Lesepaten für Senioreneinrichtungen. So fand eine weitere Lesung im Rahmen von Koku 2012 in der Pro Seniore Residenz Wonnegau in Flörsheim-Dalsheim statt.

Musikalisch begleitet wurde die Lesung mit Saxofon-Musik von „Querbeet Sax“. Das Gewölbe des Weinguts war zudem dekoriert mit einer Bilderausstellung von Dieter Greubel. Und die Gutsküche verwöhnte die Gäste mit Weinen, Sekten und kleinen Gerichten.

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Alzey 

Büchermarkt des Altstadtvereins

21.04.2012 - ALZEY

(red). Der Altstadtverein veranstaltet am Samstag, 21. April, von 10 bis 14 Uhr wieder seinen Frühlings-Büchermarkt im Haus, Hof und im restaurierten Kreuzgewölbe der Friedrichstraße 3. Dort werden wieder eine große Menge von Büchern preiswert zum Verkauf angeboten. Dabei können fünf Bücher im Paket für zehn Euro erworben werden. Kinder erhalten beim Kauf eines Buches ein zusätzliches Buch ihrer Wahl geschenkt.

Die aktiven Mitglieder treffen sich schon um 9 Uhr zum Aufbau des Marktes, damit der Buchverkauf ab 10 Uhr beginnen kann. Der Erlös des Büchermarktes wird für zwei neue Kunstwerke, den „Buttenträger“ von Bildhauer Florian Geyer und eine Schnecke von Bildhauer Mathäss aus Neustadt, verwendet, die am 1. Mai um 11 Uhr und 13 Uhr am Alzeyer Kunst- und Kulturwanderweg eingeweiht werden.

Im Rahmen des rheinhessischen Koku-Festivals zeigt die Alzeyer Künstlerin Doris Seibel-Tauscher auf dem Büchermarkt in der Friedrichstraße graphische Drucke und Malerei. Zusätzlich stellt Bildhauer Florian Geyer während der Öffnungszeiten des Alzeyer Buchantiquariats im Bürgermeister-Bechtolsheimer-Haus, Amtgasse 14, samstags von 10 bis 14 Uhr plastische Arbeiten, Zeichnungen und Drucke aus.

 

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Mainz 

Kunstevent „Koku“ startet mit Ausstellung der Werke von Lisa Winter und Margit Hübner

20.04.2012 - MAINZ

Von Laura Dein

„Kunst ist aufregend!“ Mit diesen Worten begrüßte Peter Krawietz, Beauftragter des Kulturfonds Mainzer Wirtschaft, freudig die Gäste zur Vernissage der „Koku“ in den Räumen der IHK Rheinhessen. Zu sehen sind die Bilder der Initiatorin der Kunstausstellung, Lisa Winter, sowie der Künstlerin Margit Hübner. Die Bilder sind bis zum 18. Mai während der Öffnungszeiten der IHK Rheinhessen zu sehen.

Die Bilder der Initiatorin Lisa Winter zeigen eine Entwicklung der Künstlerin zur reinen abstrakten Malkunst unter Verwendung vieler unterschiedlicher Materialien. Einige Bilder lassen noch Figuren erahnen, bei den meisten ihrer Werke ist die Interpretation der Phantasie des Betrachters überlassen. „Für meine Bilder verwende ich alles, was mir zwischen die Finger kommt.

„Das Bild entwickelt sich“

Das Bild entwickelt sich“, so beschreibt Lisa Winter ihre Kunst. Die Bilder zeichnen sich aus durch mehrere Schichten von Farben und Materialien. „Manchmal habe ich mit grüner Farbe begonnen und am Ende wurde das Bild doch rot.“ Denn sie lässt sich von den Materialien dirigieren, lässt sich auf diese ein. Geplant wird von ihr nicht. Da kann es auch schon vorkommen, dass ein Bild am Ende einfach um 180 Grad gedreht wird. Bei ihren Anfängen sah das allerdings noch ganz anders aus. Als Kind liebte sie es, Portraits zu zeichnen und verschrieb sich dem Realismus. Doch nach und nach wichen die klaren Linien.

Ein Kontrast dazu ist die Kunst von Margit Hübner. Sie zeichnet Acryl auf Leinwand. Zu sehen sind häufig Pferde und Landschaften. Die Künstlerin will mit ihren Bildern den flüchtigen Moment darstellen und das innere Gefühl des Schwebens zeigen. „Ich liebe die Farben, Freiheit, Bewegung und Tiere. Ich versuche, einen Moment einzufrieren, wenn ich etwas sehe“, erklärt sie. Bereits seit 30 Jahren widmet sie der Malerei ihre Zeit.

Das Kunstevent „Koku“, bei dem 300 Künstler aus Rheinhessen und der ganzen Welt an etwa 90 Orten in Rheinhessen ihre Kunst zeigen, findet am 21. und 22. April statt. „Ko“ steht für Kommunikation, „ku“ für Kultur - eine Ausstellung mit vielseitigen Darbietungen. Zu sehen sind Bilder und Skulpturen, zu erleben Theater, Musik, Tanz, Gesang, Mundart und Workshops.

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koku in der Landesschau aktuell vom SWR


Kurt Steffens: „Für uns eine Image-Frage.“ Foto: privat
Kurt Steffens: „Für uns eine Image-Frage.“ Foto: privat

Vielfalt und Leistungsfähigkeit zeigen“

20.04.2012 - ALZEY-WORMS

FESTIVAL Kurt Steffens zur Teilnahme der Musikschule des Landkreises an Premiere des Kunst-Events

Am Samstag, 21. und Sonntag, 22. April, findet die Premiere des Kunstfestivals Koku 2012 an 98 Orten mit über 300 Kunstschaffenden in ganz Rheinhessen statt. Die Musikschule des Landkreises Alzey-Worms nimmt mit mehreren Ensembles und Solisten an dem Festival teil. Die AZ sprach mit Musikschulleiter Kurt Steffens.

Wie kommt die Kreismusikschule zu Koku?

Im Rahmen unseres letztjährigen Sommerfestes wurden wir angefragt, ob wir bereit wären, uns daran zu beteiligen. Die Sache hörte sich interessant an, zumal unser Wirkungsbereich in weiten Teilen deckungsgleich mit dem Koku-Gebiet ist. Ich habe mit den Lehrkräften vereinbart, an verschiedenen Orten Vorspiele mit den Klassen durchzuführen. Es gab ein positives Feedback. Und so wird unsere Musikschule in verschiedenen Konstellationen zu hören sein.

 

Wo werden Gruppen der KMS den auftreten?

Wir sind im Pilgerhof Biebelnheim, dem Best Western Hotel Alzey, im Weingut Hahn in Gundersheim, dem Erb-Frey-Hof in Eckelsheim, am Trafoturm und in der Traktorenhalle in Sulzheim, im Mikroforum Wendelsheim, in der Evangelischen Kirche in Framersheim und im Winzerhotel Himmelacker im Dautenheimer Weingut Storr.

 

Wird das Koku-Festival durch die vielfache Präsenz von Ensembles der KMS nicht auch zu einem guten Werbeträger für die Schule?

Ja, natürlich. Wir können unsere Vielfalt und die Leistungsfähigkeit zeigen. An zehn Orten zu spielen, ist andererseits auch eine Herausforderung, zumal einige Schüler in mehreren Ensembles mitwirken. Ich bin stolz, dass die Lehrkräfte der Schule das auf die Beine gestellt haben.

 

Die Musikschule hat ja auch ein Koku-Lied eingespielt. Wo ist es zu hören?

Lisa Winter, die Initiatorin des Festivals, äußerte die Idee, dass es schön wäre, einen Koku-Song zu haben. Ich habe Anfang des Jahres den Song geschrieben und Carsten Schulz aus unserem Lehrerkollegium hat den Song für Band arrangiert. Meine Frau Susanne hat den von Lisa Winter geschriebenen Text überarbeitet. Zusammen mit Band und Chor wurde er aufgenommen und ist nun bei You Tube zu hören. Die Chöre der Schule werden ihn am Wochenenede im Weingut Storr zum Auftakt ihres Auftritts singen.

 

Wird Koku über den Tag hinaus Bedeutung für die Arbeit der KMS haben?

Das ist schwer zu sagen und sicher nicht messbar. Es ist jedoch gut, dass wir mitmachen und an so vielen Orten gleichzeitig spielen können. Ich bin dankbar, dass das möglich werden konnte. Das ist für uns eine Image-Frage bei solch einer großen Sache dabei sein zu können.

 

Wie werden Sie selbst Koku erleben?

Ich werde im Weingut Storr bei den Chorauftritten dabei sein. Dann muss ich natürlich auch im Haus unserer Musikschule sein und mich um die dort auftretenden Literaten kümmern. Viel Zeit, um mir andere Dinge anzuschauen, werde ich nicht haben.

 

Das Gespräch führte Thomas Ehlke

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Rhein Main Presse

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Alzey 

„Koku“ im Burggrafiat

18.04.2012 - ALZEY

(red). Am 21. und 22. April ist das Kunstevent „koku 2012“ zu Gast in der städtischen Galerie im Burggrafiat. Es werden Werke der Künstler Lisa Winter, Hella Schümann, Martina Stigl, Livia Kubach und Michael Kopp ausgestellt. Nach den beiden koku-Tagen werden die Werke bis 13. Mai in der Galerie zu sehen sein. Die Matinee, zu der die Galerie alle Interessierten einlädt, findet am Samstag, 21. April, 11 Uhr, statt. Künstlerin Lisa Winter führt in die Ausstellung ein. Öffnungszeiten am 21. und 22. April sind jeweils durchgängig von 11 bis 19 Uhr. Die Zeiten ab Montag, 23. April: täglich von 15 bis 17 Uhr, samstags und sonntags zusätzlich von 10 bis 12 Uhr. Über 300 Künstler haben sich zusammengetan, um „koku“ zu verwirklichen. An über 80 Orten finden die Besucher alles, was es in der Welt der Kunst gibt.

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Alzey 

Lesung und Harfenklänge im Irish Pub

18.04.2012 - ALZEY

(te). Das Koku 2012-Kunstfestival wird am kommenden Wochenende auch in Alzey und Umgebung zahlreiche künstlerisch-bunte Akzente setzen. So findet am Sonntag, 22. April, von 10.30 bis 12.30 Uhr eine Matinee im Irish Pub „Druid‘s Chair “ in der Bahnhofstraße 21 statt. Autor Maximilian Weigl liest aus seinem neuesten Werk „Hastings&Grey: Kein einladender Ort“. Umrahmt wird die Veranstaltung unter anderem mit keltischer Musik, vorgetragen auf der Harfe von Iris Lenz.

Seit 1999 schreibt Maximilian Weigl Erzählungen und Romane; seit 2008 schreibt und produziert er auch kostenlose Hörspiele (www.longwayhome.de), zu denen die Detektivserie „Hastings & Grey“ zählt, deren sechste Folge im letzten Herbst erschienen ist. Momentan arbeitet er an einem Band kurzer Geschichten, die von den „Zwischenfällen“ der beiden aufstrebenden Privatdetektive Ben Hastings und Thomas Grey erzählen. Den ersten spannenden Teil daraus, „Kein einladender Ort“, wird er während der Matinee lesen.

Die Lesung wurde zunächst für 20 Uhr angekündigt. Die falschen Angaben wurden dem offiziellen Koku-Programm entnommen. Nähere Informationen zum Festival unter www.koku2012.de

 

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Dirg Hausens Bilder sind farbige Impressionen, die irgendwo zwischen der realen Welt und surrealen Traumwelten angesiedelt sind. Foto: photoagenten/Axel Schmitz
Dirg Hausens Bilder sind farbige Impressionen, die irgendwo zwischen der realen Welt und surrealen Traumwelten angesiedelt sind. Foto: photoagenten/Axel Schmitz

Wörrstadt 

Maler Dirg Hausen zeigt seine Werke in Rommersheimer Galerie Scheier

17.04.2012 - ROMMERSHEIM

Von Barbara Mümpfer

„Das ganze Leben ist eine Reise. Man geht durch Höhen und Tiefen, dreht sich auch manchmal im Kreis, bewegt sich aber immer vorwärts. Was zurückbleibt, sind Bilder“, sagt Dirg Hausen, und seine Ausstellung „… we are on the journey“ in der Rommersheimer Galerie Scheier 1664 zeigt, dass er recht hat. Denn seine Bilder, farbige Impressionen aus der realen Welt und der Traumwelt, geben dem Betrachter das Gefühl, in Bewegung und unterwegs zu sein.

Künstler will Betrachter zum Nachdenken bringen

Da zieht sich eine rote „Lebensspur“ aus großen und kleinen Punkten quer durch ein langgestrecktes Bild in harmonischen Farben, ist ein kleines Männchen „… on the journey to New York“, lädt ein Schwarz-Weiß-Foto auf eine Wanderung durch rheinhessische Weinberge ein. In den überwiegend abstrakten Bildern in Mischtechnik ziehen kleine gegenständliche Einsprengsel den Blick auf sich: stilisierte Menschen, ein Hochsitz im Morgenlicht, Zypressen und immer wieder Windräder. Die Kollage „Wer rastet der rostet, wenn die Sonne scheint genauso wenn es regnet“ ist auf das Wesentliche reduziert: Vor glattem silbrigem Hintergrund steht ein Windrad für Aufbruch und Vorwärtsgewandheit, daneben sitzt ein rostiges Eisenmännchen und symbolisiert Stagnation.

Die Ausstellung in der Rommersheimer Scheier 1664, die am Sonntagmittag eröffnet wurde, ist Teil des Kunst-Events „koku“, das am kommenden Wochenende in ganz Rheinhessen stattfindet. Mehr als 300 Künstler geben an 98 Standorten in 40 Gemeinden Einblicke in ihr Schaffen - mit Bilder- und Skulpturen-Ausstellungen ebenso wie mit Theateraufführungen, Lesungen, Musik und Kinderaktionen.

Dirg Hausen ist einer von ihnen. Der Ergotherapeut aus Westhofen hilft mit seiner Arbeit Kindern und psychisch kranken Menschen, Zugang zu ihren Gefühlen zu finden und neuen Lebensmut zu schöpfen. Seine Leidenschaft für die Kunst entstand während seiner therapeutisch ausgerichteten Ausbildung, in der er die Ausdrucksmittel Ton und graphische Techniken der Malerei erforschte. Gemeinsam mit seiner Frau, der Therapeutin Barbara Lotz-Sonek, arbeitet er in eigener Praxis therapeutisch und künstlerisch.

Die Idee der „Lebensreise“ kommt nicht nur in Hausens Ausstellung zum Ausdruck, sie ist auch Teil seiner Persönlichkeit. „Ich muss ständig in Bewegung sein“, sagt er von sich selbst. Und Laudator Rainer Heidenreich fügt hinzu: „Hausen sieht seine Aufgabe darin, den Betrachter zu aktivieren. Stillstand würde einem Ansetzen von Rost entsprechen. Dem möchte der Künstler und Therapeut durch seine Arbeit entgegenwirken“.

Die Ausstellung, zu der Hausherr Dr. Uwe Carjell persönlich einlud, ist am Samstag, 21., und Sonntag, 22. April, von 11 bis 19 Uhr in der Scheier 1664 und im grünen Raum des Restaurants „Chez RW/Im Trinkhorn“ in Rommersheim zu sehen. Die Werke können zu einem moderaten Preis gekauft werden.


Aloisia Hartmeier widmet sich konkreten gesellschaftlichen Themen, spürt aber auch den Wegen ins menschliche Innere nach. Foto: Archiv photoagenten/Rudolf Uhrig
Aloisia Hartmeier widmet sich konkreten gesellschaftlichen Themen, spürt aber auch den Wegen ins menschliche Innere nach. Foto: Archiv photoagenten/Rudolf Uhrig

Wintersheim 

Kommunikation und Kunst

17.04.2012 - KÖNGERNHEIM/WINTERSHEIM

Von Beate Nietzel

KULTURFESTIVAL Aloisia Hartmeier stellt in „Untermühle“ aus / Auch Ma Che präsentiert Werke

Am Wochenende ist es soweit: Mit „Koku“ taucht ganz Rheinhessen ein in ein riesiges Kulturfestival. „Kommunikation und Kunst“ heißt das Event, bei dem über 300 Künstler, national und international, an mehr als 100 Ausstellungsorten ihre Werke präsentieren. Und das sind beileibe nicht nur Gemälde, Zeichnungen oder Comics: Auch Skulpturen und Theater, Musik und Tanz, Literatur und Film, Stoffkreationen und Fotografien und nicht zuletzt Gaumenfreuden und Weingenuss sind am Wochenende des 21. und 22. April in Gewölben und Ateliers, in Kirchen und Banken, in Kunstschulen und Museen, in Hotels und Winzerhöfen zu erleben. Die Frankfurter Künstlerin Lisa Winter hat das „Koku“-Festival seit zwei Jahren vorbereitet - für sie ist es die Erfüllung eines Traumes.

Wenngleich der Schwerpunkt der „Koku“-Events im Alzeyer Land liegt, strahlt es doch bis ins Verbreitungsgebiet der „Landskrone“. Denn auch Jordans „Untermühle“ in Köngernheim gehört zu den Ausstellungsorten. Dort stellt Aloisia Hartmeier aus - in hiesigen Breiten eine bekannte Künstlerin, die sich sowohl ganz konkreten, gesellschaftlich wichtigen Themen wie Migration und Integration widmet als auch den Wegen ins menschliche Innere nachspürt. Die Techniken reichen dabei von Acryl über Kohle und Kreide bis hin zur Verwendung von Pigmenten, Lehm und Sand. Die in Worms geborene mehrfache Preisträgerin entwarf unter anderem das Logo für Trullo-Radwanderungen im Wonnegau.

Emotionen und Visionen packt wiederum Ma Che in ihre Bilder. Die Ingelheimer Künstlerin zeigt ihre Bilder im Wintersheimer Weingut Dätwyl ebenso wie Dieter Greubel: „Am liebsten mag ich kräftige Farben. Oft aber auch das gerade Gegenteil“, meint der Maler aus Süddeutschland kryptisch. Auf jeden Fall aber leuchten ein intensives Rot oder ein strahlendes Weiß aus tiefem Blau aus etlichen seiner Bilder, die er „Gebrochenes Herz“ nennt oder „Ein Licht am Horizont“. Ziemlich amüsant wird es dann bei Dätwyls am Samstagnachmittag: Dann nämlich lesen Silvia Filz und Sigrid Konopatzki aus ihrem gemeinsamen Buch „Bürozicken“. Der heitere Roman der beiden Autorinnen dreht sich um berufliche und emotionale Verwirrungen im Haifischbecken von Büro-City. Musikalisch umrahmt wird die Lesung von den Saxophonisten von „Querbeet Sax“.


In der Wolfsheimer Kirche ist die Holzskulptur „Angst“ von Peter Wilz zu sehen. Foto: privat
In der Wolfsheimer Kirche ist die Holzskulptur „Angst“ von Peter Wilz zu sehen. Foto: privat

Wolfsheim 

Geschichten aus Holz

17.04.2012 - WOLFSHEIM/SCHWABENHEIM

KOKU Künstler aus Wolfsheim und Schwabenheim zeigen ihre Arbeiten

(red). „koku 2012“ nennt sich das Kunstevent in Rheinhessen am 21. und 22. April. In 41 Gemeinden von Alzey bis Worms werden auf über 100 Ausstellungsflächen Künstler ihre Werke präsentieren.

Im neuen Gemeindehaus der Evangelischen Kirche Wolfsheim werden die Künstler Peter Wilz und Ralph Rainer Steffens ihre Arbeiten zeigen.

„Holz ist meine Leidenschaft“, betont Peter Wilz. „Jedes Stück Holz ist anders, es lebt, hat seine eigene Geschichte.“ Der 1951 geborene Holzbildhauer erarbeitet seine Werke am liebsten aus charaktervollen und fordernden Holzstücken. Aus Wurzeln, angefressenen Hölzern einer Sandbank am Rhein, alten Obstbäumen, ausgedienten Weinfässern oder ausdrucksstarken Stücken aus dem Pfälzer Wald entstehen seine Holzskulpturen.

Ralph Rainer Steffens (54) zeigt Photos aus seiner Serie „Ansichten von Antalya“. Bekannt als eine der beliebtesten Ferienregionen visualisieren seine Bilder charakteristische Plätze und Orte dieser faszinierenden Metropole auf eine auch den Kenner der Stadt überraschende Art.

Im Kreuzgewölbe der ehemaligen Mühle von Familie Schummel in der Schwabenheimer Grundstraße 13 stellt Marita Zacharias 30 ihrer Gemälde und Grafiken aus. Ihre ästhetisch-erotischen und spirituellen Bilder entstehen vorwiegend in Öl oder Acryl auf Leinwand, aber auch in der Pastellmaltechnik. Die Malerin möchte, wie sie erklärt, mit ihren Bildern gern erreichen, „dass Licht und Liebe in die Herzen der Menschen dringen“. Inspirierend waren für sie mehrere Fernreisen zum Beispiel nach Indien.


Nibelungen Kurier, 14.4.2012

Download
Ein Spaziergang durch die Welt der Kunst
Bericht über koku2012 mit Hinweisen auf Veranstaltungen in teilnehmenden Kirchen.
AKA_12_1404_Nib12[2].pdf
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Frankfurter Allgemeine Zeitung

Großer Presseartikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ‑ RheinMain-Zeitung - vom 13. April 2012 über das koku2012-Event. Ünerschrift: "Gilgamesch und ein Steinkrokodil". 

 

 


Eckelsheim 

Ausstellung im Kulturhof

13.04.2012 - ECKELSHEIM

(sbo). Eine Ausstellung des Künstlers Bernd Lauer ist im Kulturhof, Kirchstraße 5, vom Samstag, 21. April, bis zum Freitag, 15. Juni, zu sehen. Zusätzlich findet im Rahmen des „koku2012-Events“ eine Vernissage am Samstag, 21. April, 11 Uhr, statt. Bernd Lauer verbindet in seiner Kunst Farben, Formen und Klang miteinander.

Der Kulturhof ist jeweils von Mittwoch bis Samstag ab 18 Uhr und sonntags von 11.30 bis 14 Uhr und 18 bis 22 Uhr geöffnet. Weitere Informationen sind beim Kulturhof unter 0 67 03 / 30 14 58 oder unter www.kulturhof-eckelsheim.de sowie bei Bernd Lauer unter 0 15 78 / 9 09 59 33 oder www.kunst-lauer.de und www.koku2012.de erhältlich.

 


Frankfurter Allgemeine

Am 13. Apriil 2012 erschien in der FAZ ein längerer, hier leider nicht zu veröffentlichender Bericht über koku2012 unter der Überschrift "Gilgamesch und ein Steinkrokodil".

 


Die Künstler Florian Geyer, Youn-Ok Ou (oben), Doris Seibel-Tauscher (Mitte) und Lisa Winter sind am Kulturevent „Koku 2012“ beteiligt. Archivfotos: privat, pa/Schmitz (2), RMB Margielsky
Die Künstler Florian Geyer, Youn-Ok Ou (oben), Doris Seibel-Tauscher (Mitte) und Lisa Winter sind am Kulturevent „Koku 2012“ beteiligt. Archivfotos: privat, pa/Schmitz (2), RMB Margielsky

Alzey 

Koku in allen Gassen - Am Wochenende stehen im Alzeyer-Land zahlreiche Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und Aufführungen auf dem Programm

12.04.2012 - ALZEY

(sbo). Auch in Alzey ist „koku“ (Kommunikation und Kunst), das Kunstevent in ganz Rheinhessen, dieses Jahr an verschiedenen Orten vertreten. Mit dabei ist unter anderem das Weingut der Stadt Alzey. Hier gibt es am Sonntag, 22. April, ab 14 Uhr Kunstwerke von drei Künstlern (Karita Guzik, Matthias Korb, Tobias Wütz) zu bestaunen. Später folgen romantische Lesungen von Karita Guzik, zum Teil in Begleitung sanfter Klavierklänge. Im Ambiente der alten Mauern ist „Kunst für alle“ zugänglich.

Das bestätigt auch Ute Klenk-Kaufmann, im Weingut für Veranstaltungen zuständig, indem sie auf den kostenlosen Eintritt aufmerksam macht. Trotzdem, und hier ist sie sich mit Bernhard Storr vom Weingut Storr und mit Thomas Sauer, dem Betreiber des Bali-Kinos, einig, sei das Wochenende ganz den Künstlern gewidmet. „Wir stellen nur die Räume zur Verfügung“, meint Klenk-Kaufmann. Zusätzlich sei trotzdem ein romantischer Abend bei Kerzenschein mit herzhaften Köstlichkeiten zum Wein garantiert. „Wir hoffen auf guten Zulauf“, sagt sie. Außerdem bietet sich den Besuchern die Gelegenheit, ein E-Bike bei der Tourist-Information auszuleihen. „Dann können die Leute auch mehrere Veranstaltungen besuchen.“ Die Vielfalt bei koku mache schließlich das Fest aus. Das sei sicher auch für Gäste von auswärts und nicht nur für die Rheinhessen verlockend.

Das verspricht sich auch Bernhard Storr. „Koku bildet ein Netzwerk, und die Künstler und Besucher können sich am 21. und 22. April treffen.“

Filme lokaler Künstler im Bali-Kino

„Wir bieten die Ausstellung von David Hatton, Gabriele Pomykaj und Mandy Tabatt in der Theaterscheune unseres Winzerhotels an.“ Hier gab es schon vorher, wie der Name verrät, Theateraufführungen, aber Kunstobjekte seien dort noch nicht zu bewundern gewesen.

Deshalb ist Storr der Meinung, dass das Wochenende vorrangig der Präsentation von Kunst dienen muss. „Ich unterstütze die Künstler. Wenn jemand Wein trinken will, dann kann er natürlich in unser kleines Lädchen kommen, aber ein besonderes Rahmenprogramm bieten wir nicht an.“ Die Leute sollten sich ganz auf die Werke konzentrieren. „Vielleicht kann ja das eine oder andere Bild verkauft werden“, fügt er hinzu und macht damit Hoffnung. „Alles in allem ist diese Veranstaltung eine schöne Sache.“

Auch Thomas Sauer bietet im Bali-Kino kein besonderes Rahmenprogramm. „Wir zeigen lediglich die Filme lokaler Künstler”, meint Sauer. So komme es darauf an, wie lang diese seien, damit man entscheiden könne, wie viele Vorstellungen stattfinden. Klaus Dieter Paul alias Klausi präsentiert in dem Kino am Bahnberg in Alzey Filme, unter anderem von virtuell teilnehmenden Künstlern wie Anne Marie Göldi. Informationen finden Interessierte im Internet: www.koku2012.de.

 

KOKU IN ALZEY - EINE AUSWAHL
Samstag, 21. April:

Lesung: Best Western Hotel Alzey, Karl-Heinz-Kipp-Straße 13 (11.30 Uhr Regina Mengel, 14.30 Uhr Sylvia M. Dölger). Irish Pub, Bahnhofstraße 21 (20 Uhr Maximilian Weigl); Kaisergarten, Hospitalstraße 14 (15 Uhr Monika Baitch, 17 Uhr Ralph Llewellyn); Kreismusikschule Alzey-Worms, Theodor Heuss-Ring 2 (11.30 Uhr Sylvia M. Dölger, 17 Uhr Holger Weinbach, Eiswolfsaga).

Bildende Kunst: Altstadtverein, Friedrichstraße 3 (10 bis 14 Uhr): Doris Seibel-Tauscher. Best Western Hotel Alzey, Karl-Heinz-Kipp-Straße 13 (11 bis 22 Uhr): Christine Amstutz, Stefan Bettermann, Andrea Fettweis, Ernst Fettweis, Marika Földy, Lars van de Goor, Regina Hollweck, Karl-Peter Merz, Ulrike Küchenmeister. Bürgermeister-Bechtolsheimer-Haus, Amtsgasse 14 (10 bis 14 Uhr): Florian Geyer. Burggrafiat, Schloßgasse 11 (11 bis 19 Uhr): Kubach und Kropp, Hella Schümann, Martina Strigl, Michel Jacot, Lisa Winter. DRK-Krankenhaus Alzey, Kreuznacher Straße 7 bis 9 (8 bis 20 Uhr): Aloisia Hartmeier; Rheinhessen Fachklinik Alzey, Dautenheimer Landstraße 66 (14 bis 18 Uhr): Renalisa Bergmann, Tasuku Aoyama, Ferdinand Nilgen, Youn-Ok Ou. Kaisergarten, Hospitalstraße 14 (8.30 bis 24 Uhr): Ljerka Wohner; Kreismusikschule Alzey-Worms, Theodor Heuss-Ring 2 (11 bis 20 Uhr): Thomas Bley, Christin Lamade. Alzey-Dautenheim, Winzerhotel Himmelacker im Weingut Storr, Westhofer Straße 1 (Theaterscheune 11 bis 23 Uhr; Kaminzimmer 11 bis 18 Uhr): David Hatton, Gabriele Pomykaj, Mandy Tabatt; Alzey-Schafhausen, Museumsschänke Frangel, Pfaffenhalder Weg 10 (11 bis 23 Uhr): Jela Sare; Alzey-Weinheim, Kapelle zum Hl. Blut im Weingut (11 bis 18 Uhr): Yvonne Roth.

Sonntag, 22. April:

Lesung: Best Western Hotel Alzey, Karl-Heinz-Kipp-Straße 13 (15 Uhr Christine Lukas); Irish Pub, Bahnhofstraße 21 (20 Uhr Maximilian Weigl); Kreismusikschule Alzey-Worms, Theodor Heuss-Ring 2 (11.30 Uhr Ralph Müller-Wagner, 17 Uhr Regina Mengel, 18.30 Uhr Brigitte Pons).

Bildende Kunst: Best Western Hotel Alzey, Karl-Heinz-Kipp-Straße 13 (11 bis 22 Uhr); Burggrafiat, Schloßgasse 11 (11 bis 19 Uhr); DRK-Krankenhaus Alzey, Kreuznacher Straße 7-9 (8 bis 20 Uhr); Fachklinik Rheinhessen Alzey, Dautenheimer Landstraße 66 (14 bis 18 Uhr); Kaisergarten, Hospitalstraße 14 (8.30 bis 24 Uhr); Kreismusikschule Alzey-Worms, Theodor Heuss-Ring 2 (11 bis 20 Uhr); Sparkasse Worms-Alzey-Ried, Bleichstraße 8 (Schaufenster); Weingut der Stadt Alzey, Schlossgasse 14 (14 bis 23 Uhr); Weinstube „Römer“ Hotel, Rossmarkt 14 (17 bis 24 Uhr); Alzey-Dautenheim, Winzerhotel Himmelacker im Weingut Storr, Westhofer Straße 1 (Theaterscheune 11 bis 23 Uhr, Kaminzimmer 11 bis 18 Uhr); Alzey-Schafhausen Museumsschänke Frangel, Pfaffenhalder Weg 10 (11 bis 23 Uhr); Alzey-Weinheim, Kapelle zum Hl. Blut im Weingut (11 bis 18 Uhr)

Musik/Tanz/Theater: Bali-Kino, Bahnberg 10 (11 bis 13.30 Uhr Filmpräsentation Klausi); Best Western Hotel Alzey, Karl-Heinz-Kipp-Straße 13 (21 Uhr Liedermacher Rudi Vietz, gleichzeitig Auszeichnung der Preisträger).

Annemarie Kijaszek (links) und Britta Jung aus Stadecken-Elsheim gehören zu den Künstlern, die beim rheinhessenweiten „Kommunikation und Kultur“-Wochenende am 21. und 22. April in Schwabenheim ausstellen. Foto: privat
Annemarie Kijaszek (links) und Britta Jung aus Stadecken-Elsheim gehören zu den Künstlern, die beim rheinhessenweiten „Kommunikation und Kultur“-Wochenende am 21. und 22. April in Schwabenheim ausstellen. Foto: privat

Schwabenheim 

Impressionen vor der Haustür

12.04.2012 - VG NIEDER-OLM/SCHWABENHEIM

KUNSTFESTIVAL Kreative aus der VG Nieder-Olm stellen in Schwabenheim aus

(red). Das Kunstfestival für Kommunikation und Kultur (Koku) geht am 21. und 22. April in ganz Rheinhessen über die Bühne. Ein Ausstellungsschwerpunkt ist Schwabenheim im Selztal. Dort präsentieren auch Britta Jung und Annemarie Kijaszek aus Stadecken-Elsheim sowie Elsbeth Hollmann aus Nieder-Olm ihre Werke.

Die Bandbreite der Künstlerinnen aus Stadecken-Elsheim (Kijaszek stellt im Gasthaus „Zur Krone“ am Markt aus, Jung im Weingut Heinz Rott in der Backhausstraße) reicht von Impressionen rheinhessischer Landschaften über Detailmalerei wie Rebholz, Seerosen und Stilleben mit Wein und Beeren (Kijaszek) bis zu gemalten Reiseeindrücken aus Fernost mit Reisfeld oder Buddhakopf. Mit fast lautmalerischer Darstellung der erwähnten Musiker wie Gitarrist, Saxophonist oder Perkussionist vermittelt Britta Jung, geboren in Pirmasens und seit über zwei Jahrzehnten in Stadecken-Elsheim ansässig, deren spürbares Erfassen von Rhythmus, ihre Hingabe an die Musik und ihr Einseerden mit dem Instrument auf eindrucksvolle Art.

So schlagen beide Künstlerinnen, jede auf ihre Weise, einen Bogen von den kleinen, feinen Impressionen, die „direkt vor der Haustür“ zu finden und gleichwohl entdeckt sein wollen, bis zu den exotischen Motiven, die den künstlerischen Horizont wie den des Betrachters weiten und seinen Blick für die Schönheiten des ungewohnten, dafür umso reizvolleren Objekts schärfen.

Auch die Nieder-Olmer Künstlerin Elsbeth Hollman, die ebenfalls zur großen „Koku-Familie“ gehört, stellt beim Kunstfestival in Schwabenheim aus (Weingut Weinklang, Pfaffenhofer Straße 14). Begonnen hat sie 1991 mit der Aquarellmalerei, aktuell beschäftigt sie sich mit Portraits, Metamorphosenmalerei und Akts in Pastellkreide.


Framersheim 

Koku in evangelischen Kirchen

11.04.2012 - ALZEY/FRAMERSHEIM

(red). „Ein Spaziergang durch die Welt der Kunst, das ist Koku“, so Initiatorin Lisa Winter über das große Kunst-Event in Rheinhessen. Seit zwei Jahren laufen die Vorbereitungen für das Festival. Über 300 Künstler aus aller Welt hat die Frankfurter Künstlerin mit ihrer Idee angesteckt: Bilder, Skulpturen, Theater, Tanz und Literatur - dies und noch viel mehr wird kostenfrei am Samstag, 21., und Sonntag, 22. April, an 104 Ausstellungsorten in 41 Gemeinden geboten.

Neben Weingütern, Museen und Kinos sind auch einige evangelische Kirchen mit dabei: In der evangelischen Jakobuskirche, Kirchstraße, Framersheim, wird die Künstlerin Nora Gharbi ihre Werke ausstellen. Die Ausstellung ist am 21. und 22. April jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Am 22. April wird es zudem ein Konzert „Mit Pauken und Trompeten“ geben (11 Uhr). Schüler der Trompetenklasse der Kreismusikschule Alzey-Worms Werke werden Werke von der Renaissance bis zur Moderne spielen.

In der Kapelle der Rheinhessen Fachklinik Alzey, Dautenheimer Landstraße 66, werden Renalisa Bergmann, Tasuku Aoyama und Ferdinand Nilgen zudem ihre Werke unter dem Thema „Dialog zwischen Ost und West“ ausstellen. Die Ausstellung ist am 21. und 22. April zwischen 14 und 18 Uhr geöffnet.


Der Künstler Peter Merz (l.) und sein Namensvetter Bürgermeister Peter Merz (Mitte) werden in Schwabenheim gemeinsam mit dem Ehepaar Günter und Dagmar Rott kreativ und gestalten eine Mauer ganz abstrakt. Foto: Thomas Schmidt
Der Künstler Peter Merz (l.) und sein Namensvetter Bürgermeister Peter Merz (Mitte) werden in Schwabenheim gemeinsam mit dem Ehepaar Günter und Dagmar Rott kreativ und gestalten eine Mauer ganz abstrakt. Foto: Thomas Schmidt

Schwabenheim 

Merz im Doppelpack

10.04.2012 - SCHWABENHEIM

Von Joachim Kühn

MAL-AKTION In Schwabenheim werden Künstler und Ortsbürgermeister gemeinsam kreativ

Anders als sonst üblich hat Schwabenheims Ortsbürgermeister Peter Merz die Osterfeiertage verbracht. Grund dafür war die Entstehung eines Gemäldes im Hof des Weingutes Günter Rott. Der Kölner Künstler Karl-Peter Merz verwandelte mit Unterstützung seines Namensvetters und der Familie Rott eine ansonsten unscheinbare Außenwand in ein abstraktes Kunstwerk, das nach seiner Fertigstellung Teil von „koku - Kommunikation und Kultur“ sein wird.

„Träume verwirklichen, jeder auf seine Art, jeder mit seinen Wünschen“: Das ist die Idee von „koku“, dem großen Künstlerfest, das von Lisa Winter organisiert am 21. und 22. April mit 300 Künstlern an 98 Standorten in 40 Gemeinden in Rheinhessen gefeiert wird.

Grundgedanke, des nach eigener Aussage autodidakten Malers aus der Domstadt, ist es, über ein Windspiel, das den Übergang vom Weinberg zum Weingut symbolisiert, über Formen und Farben die Betrachter des Kunstwerkes kommunizieren zu lassen.

Interpretation der Werke wird Besuchern überlassen

So überlässt der Künstler auch die Interpretation der beiden gemalten Schwerpunkte den Besuchern.

Rund um eine leuchtende Sonne als ruhender Pol in der Mitte sind unbekannte Planeten zu entdecken, unter denen als Sinnbild einer neuen Ethik auch einer mit Namen „2525“ zu finden ist. So entsteht auch ein gemaltes Synonym zum futuristischen Folk-Rock-Song des Duos „Zager & Evans“ aus dem Jahr 1969 über die Beziehung des Menschen zur Technologie und zur Erde. Ein überdimensionales Gesicht und eine Figur, die in der rechten Hand ein Ei in Kreuzform hält, sind weitere wesentliche Elemente des Gesamtwerkes, das überwiegend mit Silikon-Harz-Farben gefertigt wurde. Nicht alle Symbole - egal ob gemalt, gezeichnet oder als kleine Bausteine verklebt - bedürfen einer Erklärung, so Merz, der selbst überrascht war, einen Namensvetter als „Gehilfen“ vor Ort zu treffen. Allen Beteiligten hat die Tätigkeit nicht nur großen Spaß gemacht, sondern auch die „künstlerische Ader“ bei den Laien geweckt. So hat Günter Rott auch spontan weiteres Material aus dem Weinbau mit in das Werk eingebracht. Wer genau hinsieht, erkennt beispielsweise, dass das bereits erwähnte Windspiel durch eine Fassschraube gehalten wird. Was es noch alles zu entdecken gibt, davon können sich die Gäste von „koku“ ebenso überzeugen wie die ersten „Zaungäste“, die sich bereits bei der Entstehung des Gemäldes einfanden. Über die Neugier ist es „Merz & Merz“ jedenfalls schon heute gelungen, die Menschen kommunizieren zu lassen.


Foto: pa / Rudolf Uhrig
Foto: pa / Rudolf Uhrig

Alzey 

Kunst im Krankenhaus - Ausstellung in Alzeyer Kliniken

07.04.2012 - ALZEY

Von Anja Reumschüssel

Mehr als 300 Künstler, über 80 Ausstellungsorte und weit über 1 000 Bilder - das ist Koku 2012. Koku steht für „Kommunikation“ und „Kultur“ und ist eine gigantische Kunstausstellung in ganz Rheinhessen, begleitet von Konzerten, Vorstellungen und Workshops. In Alzey öffnen neben dem Burggrafiat, der Kreismusikschule, Banken, Hotels und anderen Weingütern auch die beiden Krankenhäuser ihre Türen für die Kunst.

Im DRK-Krankenhaus wird Aloisia Hartmeier ihre fröhlichen Werke ausstellen. Die gebürtige Wormserin hatte erst Ende März dem Förderverein Ruanda/Alzey-Worms zwei Bilder für eine Versteigerung gestiftet, deren Erlös dem Verein zugutekommt. Auch mit dem DRK-Krankenhaus verbindet die Künstlerin eine längere Zusammenarbeit. Seit einigen Jahren stellt sie in den Stationsfluren immer wieder eigene Bilder aus.

Das Krankenhaus nimmt dieses Angebot der Künstlerin immer wieder gerne an, erklärt Michael Nordhoff, kaufmännischer Direktor. „So eine Ausstellung bringt interessante und neue Impressionen in die sterilen Krankenhausflure“, sagt er. Dabei werde natürlich darauf geachtet, dass die ausgestellten Bilder hell und freundlich sind, um die Patienten und Angehörigen aufzumuntern.

„Frau Hartmeier hat von Anfang an Bilder gemalt, die eine positive Ausstrahlung haben“, betont Nordhoff. Für die neue Palliativstation, die 2010 eingeweiht wurde, hatte Hartmeier ebenfalls zwei Gemälde gestiftet.

Etwas exotisch wird am 21. und 22. April die frisch renovierte Kapelle der Rheinhessen Fachklinik (RFK) anmuten. Gleich vier Künstler stellen hier ihre Werke aus, alle von fernöstlicher Kunst inspiriert. Die koreanische Malerin Youn-Ok Ou verbindet in ihren Werken europäische und asiatische Malstile. Der junge japanische Künstler Tasuku Aoyama schafft Bilder, die zum Nachdenken anregen. Ferdinand Nilgen zeigt Skalpellpapierstiche nach einer alten, chinesischen Tradition, während Renalisa Bergmann federleicht anmutende Tuschezeichnungen nach japanischem Vorbild ausstellt.

Ein Besuch dürfte sich besonders zwischen 16.30 und 17.30 Uhr lohnen, wenn der Pianist Hannes Opferkuch „Rockmusik für Piano und Orchester“ zum Besten gibt. „Die Ausstellung ist für uns eine willkommene Gelegenheit, die Klinik für Besucher zu öffnen und Schwellenängste abzubauen“, so RFK-Pflegedirektor Frank Müller.

Denn das Gelände der RFK mit seinem Park, den Rehen und anderen Tieren sei auch ein Naherholungsgebiet für die Alzeyer. „Die RFK ist Teil der Stadt, sie soll kein Fremdkörper sein“, wünscht er sich. Natürlich sei die Ausstellung auch ein Angebot für die Patienten, sich abzulenken und die besondere Stimmung, in der Kapelle wirken zu lassen, betont Müller.

Auch Nordhoff hofft, dass die Besucher Krankenhäuser im Rahmen der Ausstellung als „normalen Boden“ wahrnehmen können. Denn anders, als es von außen oft aussehen mag, sind Krankenhäuser nicht nur Orte des Leidens. „Viele kommen hierher, die Probleme haben und dann mit einer Besserung oder geheilt nach Hause gehen“, betont Nordhoff, „das ist für uns Normalität.“


Paul Cartier arbeitet täglich in seinem Atelier. Foto: privat
Paul Cartier arbeitet täglich in seinem Atelier. Foto: privat

Rheinhessen 

Paul Cartier stellt bei Kunstfestival „koku“ in Mainz aus

04.04.2012 - RHEINHESSEN/ZÜRICH

Von Beate Nietzel

Tränen entperlen den blauen Augen des Pferdes. Eine Taube schaut aufmerksam zu. „PS“ heißt das Bild. An Marc Chagall mögen die runden Konturen, der zarte Strich und die lichte Farbgebung so manchen Betrachter erinnern. „Das kann schon sein“, erwidert Paul Cartier darauf. Aber Cartier sei dann eben doch Cartier. Und das unter Beweis zu stellen, diese Gelegenheit hat der Schweizer Künstler in den mehr als sieben vergangenen Jahrzehnten ausreichend genutzt. „Mit sieben, acht Jahren habe ich die Leidenschaft fürs Malen in mir entdeckt“, berichtet der heute 84-Jährige. Er ist überzeugt, dass ihm die Mutter das Künstler-Gen weitergegeben hat. Und bis heute geht der agile Senior täglich in seinem Atelier zu Werke und schafft nicht nur Bilder, sondern auch Skulpturen und Teppiche. Etliche davon sind beim „Koku“-Kunstfestival am 21. und 22. April im Mainzer „Best Western“-Hotel zu sehen.

Vater Cartier jedoch sagte einst das, was die meisten Eltern mahnen: „Kunst ist brotlos, lern was Anständiges“. Und obwohl Paul Cartier da schon ein Jahr auf der Akademie und zwei Jahre Kunstgewerbeschule hinter sich hatte, fügte er sich und machte sich mit der Teppichbranche vertraut - auf der kaufmännischen Seite zunächst. Heute sieht er seinen kontinuierlichen beruflichen Aufstieg als Vorteil: „Ich war nicht auf die Kunst als Lebensunterhalt angewiesen, sondern hatte die wirtschaftliche Sicherheit.“ Schließlich kostet das Material auch eine Stange Geld. So aber konnte der Schweizer seine Farben, Leinwände und die großen Steine für seine Lithografien immer problemlos bezahlen. Und die Kunst - „die kam aus dem Bauch heraus, aus reiner Freude“. Die Sache mit den Teppichen lässt auch heute nicht los. Allerdings: „Perser konnte ich nach dem Geschäft nicht mehr sehen“. Kunstteppiche sind es vielmehr, die er entwirft und fertigt. Großflächige, raumübergreifende geknüpfte Bilder in ungewöhnlichen Formaten, die mit Bodenbelag nichts mehr zu tun haben, sondern selbst Kunstobjekte sind. „Villen, Hotels und die Nationalbank habe ich damit ausgestattet“, erzählt Cartier. Er selbst wohnt am Zürichsee in einem Haus aus dem Jahr 1461, das vollständig „ausgehöhlt“ und wiederum mit alten Originalwerkstoffen hergerichtet wurde. Als Partnerin hier und auch in Sachen Kunst steht ihm seine Tochter Sibylle, eine Architektin, zur Seite. Sie hat auch die Drähte zu „Koku“ aktiviert und kümmert sich um die Ausstellungen des Vaters. Der kommt auf Chagall zurück: „Das passt schon deswegen nicht, weil mir dazu das Erotische zu nahe ist“, sagt Paul Cartier am Telefon, und das Augenzwinkern kann man hören…


Die Wackernheimer Künstlerin Brigitte Borkott-Gerlach vor einem ihrer Werke. Foto: hbz/Stefan Sämmer
Die Wackernheimer Künstlerin Brigitte Borkott-Gerlach vor einem ihrer Werke. Foto: hbz/Stefan Sämmer

Wackernheimerin stellt bei Kunstfestival „Koku“ aus

14.03.2012 - WACKERNHEIM

Von Beate Nietzel

„Natürlich wird es Musik geben“, sagt Brigitte Borkott-Gerlach. Wie es seit Jahrzehnten Brauch ist im Wackernheimer Rosenweg, wenn es etwas zu feiern gilt. Und so werden auch am 21. und 22. April in der hellen, luftigen Galerie die Instrumente ausgepackt. Denn dann präsentieren beim Kunstfestival „Koku“ in ganz Rheinhessen über 300 Künstler an fast 100 Ausstellungsorten ihre Werke. Ob in der „Edition Gerlach“ in Wackernheim allerdings auch Sousaphon oder Bassgeige gestimmt werden, ist noch ungeklärt. Aber diese und andere Instrumente hat Brigitte Borkott-Gerlach ja festgehalten auf vielen ihrer Bilder, aus denen die Töne per Farbe geradezu herauszuspringen scheinen. Was beim nahen Betrachten zunächst als verwirrende Farbschraffierung erscheint, entpuppt sich auf die Ferne als schlüssige Details: Da flirren die Reflexe auf dem riesigen metallenen Schalltrichter ebenso wie die Hitzestreifen, die die Südstaaten-Kneipe durchzieht, und lassen die Klänge der New-Orleans-Jazzband fast hörbar machen. „Ich kann beim Malen nie sitzen, muss immer vor- und zurücktreten“, beschreibt Borkott-Gerlach ihre Arbeitsweise, in der sie zügig die Acrylfarben auf die Leinwand setzt. Derzeit sind Lila und Rot ihre Favoriten - das zeigt ein Blick auf die dreiteilige, großformatige „Pool-Party“, die im hellen Atelierbereich über der Galerie „aufgebockt“ ist.

Gleich neben den Jazz-Bands hängen sie, die jungen Schönen. Selbstbewusst blicken junge Frauen dem Betrachter entgegen oder verlieren sich in Tanz und am Strand, tragen Motorradkluft oder verführerische Dessous, heißen „Kleine Japanerin“ oder „Tänzerin“. Der Mensch steht im Mittelpunkt des Schaffens der Künstlerin. Woher sie die Vorlagen nimmt für die körperlich präsenten und attraktiven Geschöpfe, für die ihre drei erwachsenen Kinder Pate stehen könnten? „Ich habe ein visuelles Gedächtnis“, sagt Borkott-Gerlach. Und so fällt es ihr nicht schwer, die Dynamik im kraftvollen Lauf der Football-Spieler oder die Lässigkeit gebräunter Surfer eins zu eins wiederzugeben.

Tierisch kann es aber auch zugehen: Die „Kuh vom Ammersee“ guckt, wie Rindviecher nun mal gucken, während die „Griechischen Gänse“ schnatternd davoneilen, die Sturmmöwen auf Lanzarote auf dem Wind tanzen und die „Finther Gickel“ kritisch äugen. Ja, und auch die Ente ist dabei - die „Wißberg-Ente“ nämlich. Sie ist das Maskottchen des Golfclubs Rheinhessen, einer der Orte im In- und Ausland, an denen Borkott-Gerlach seit 1967 ausgestellt hat. Dass eine perfekte Fotovorlage, in diesem Fall erstellt von Clubmanager Dirk Eckgold, zu einem ebenso perfekten Bild führen kann, beweist der „Golfer“, der der Länge nach auf dem Boden liegt und per Augenmaß die wirkungsvollste Schlag- und Flugbahn vorausberechnet.

Mehr als 400 Bilder hat die 1941 in Mainz geborene Künstlerin gemalt - seit sie 1995 mit ihrer Statistik begonnen hat, wohlgemerkt. Die anderen aus den Jahrzehnten davor sind nicht mitgezählt. Nur die Drucke signiert sie, „die Originale verkaufe ich nicht“. „Punkt, Punkt, Komma, Strich“: Schon bei diesen von der Mutter angeregten Zeichenversuchen stand für die kleine Brigitte fest: „Ich will malen.“ Ihre akademische Ausbildung erhielt die junge Frau in Zürich und Mainz, beschäftigte sich auch mit Völkerkunde, Archäologie, Kunstgeschichte, reiste zu Studienzwecken nach London, Florenz, Paris, Rom, unterrichtete Kunsterziehung am Frauenlob-Gymnasium, ist Mitglied mehrerer Kunstvereinigungen. Weit offen ist der Horizont. Brigitte Borkott-Gerlach, für die auch Sport und Musik Ingredienzien ihres Lebens sind, ist Hobby-Pilotin. So findet man an einer der Atelierwände auch das Flugzeug, das sie vor kurzem nach Rügen steuerte.


Künstler aus Rheinhessen und der Welt treffen sich zum Mega-Kunstfestival "KoKu2012"

31.03.2012 - RHEINHESSEN

Am 21. und 22. April kommen sie alle nach Rheinhessen: 300 Künstler sämtlicher Stilrichtungen aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt nehmen am Kunstprojekt "KoKu2012" teil. Das Fest für alle Sinne wird an 80 Orten der Region gleichzeitig stattfinden. Gemälde, Fotos, dazu Musik, Autorenlesungen und landschaftstypische Gaumenfreuden sind nur einige Bestandteile des künstlerischen Mega-Events, das auch von dieser Zeitung als Medienpartner unterstützt wird.


Rheinhessen 

Bei Kunstfestival Heimat erkunden mit „Zufussgänger“ aus Bodenheim

31.03.2012 - RHEINHESSEN

Von Beate Nietzel

Die Heimat durchwandern, eins zu eins. Ohne beschleunigende Hilfsmittel. Ganz genau hinschauen, den Kopf frei machen, Neues entdecken, mit Menschen sprechen. Als „Zufussgänger“ bezeichnet sich Günter Lindner. Mehr als ein Dutzend Ganztagstouren durch die Region hat der Bodenheimer Pensionär bereits unternommen und darüber auch ein Buch geschrieben. „Schritt für Schritt“ unterwegs im „Abenteuer Heimat“ - damit hat er schon viele Menschen angesteckt und neugierig gemacht auf die Gegend, die man zu kennen glaubt und die doch noch so viel Unbekanntes birgt.

Damit passt auch Günter Lindner nahtlos hinein in das Konzept von „Koku“: Das rheinhessische Kunstfestival will eben genau die Brücken schlagen zwischen bildender Kunst und Kommunikation, will Austausch bieten zwischen Menschen, die Schönes, Anregendes und Wissenswertes in jeglicher Form in sich aufnehmen und dabei Landschaft und Spezialitäten Rheinhessens genießen wollen.

Und Günter Lindner wird in seinem Element sein, wenn er den „Koku“-Besuchern von seinen Wanderungen oder „Gängen“, wie er sie nennt, berichtet. Den Pilgerpfad entlang gibt es zudem weitere Kunst zu erleben: Denn zwischen Dittelsheim-Heßloch und Framersheim recken sich die schlanken Skulpturen des sächsischen Künstlers Eike Knaul empor. Und in der evangelischen Kirche in Dittelsheim-Heßloch selbst sind die Werke von Herbert Schmitz zu sehen: Der Mediziner begann erst im Jahr 2009 - „eher durch Zufall“, wie er sagt - mit dem plastischen Arbeiten zunächst in Ton, dann in Holz und Stein. Ob Köpfe, Körper oder abstrakte Formen: „Aus der anfänglichen Freude und dem Spaß ist eine immer größere Faszination geworden“, betont der Künstler, der sich immer weiter in neuen Techniken probiert.

Der Autor Günter Lindner mit seinem Buch „Schritt für Schritt“. Archivfoto: hbz/Linnemann
Der Autor Günter Lindner mit seinem Buch „Schritt für Schritt“. Archivfoto: hbz/Linnemann

TERMIN

Günter Lindner lädt zu Dia-Vortrag und Jakobsweg-Wanderung: Treff am Sonntag, 22. April, um 11 Uhr an der evangelischen Kirche in Dittelsheim-Hessloch, Ziel ist der Pilgerhof in Biebelnheim, wo ab 15 Uhr die Aktiven der Kreismusikschule musizieren.

Das rheinhessische Kunstfestival „Koku“ findet statt am 21. und 22. April.

Das gesamte Programm unter www.koku2012.de.

Allein mehr als 1 000 Bilder

28.03.2012 - ALZEY/WORMS

Von Kathrin Damwitz

FESTIVAL Über 300 Künstler aus Rheinhessen, Deutschland und der Welt am 21. und 22. April

Wenn am Samstag und Sonntag, 21. und 22. April, das Mega-Kunstevent „Koku“ in Rheinhessen über die Bühne geht, dann kommen Kulturliebhaber voll auf ihre Kosten. Auch im Alzeyer Land finden zahlreiche interessante Veranstaltungen statt, wie ein Blick ins Programm zeigt.

Über 300 Künstler aus Rheinhessen, Deutschland, Europa zeigen an 80 unterschiedlichen Orten ihre Werke. Weit über 1 000 Bilder werden es sein, die die Besucher bewundern können. Dazu kommen Skulpturen, Theater, Musik, Tanz, Gesang, Mundart, Workshops, Literatur (einschließlich Lesungen) in Form von Gedichten, Kurzgeschichten und Romanen, Spielzeug, Schmuck und mehr. Nachfolgend eine kleine Auswahl der Veranstaltungen. Das komplette, umfangreiche Programm mit Informationen zu den Künstlern ist im Internet zu finden.

Essen, Musik und Erklärungen zu Werken

Im Hotel Wasseruhr in Wörrstadt im Keppentaler Weg 10 etwa werden Heidi Jolley, Vera Markgraf, Marita Zacharias und Jeannette Rossow ihre Werke ausstellen. Regina Mengel, Heidi Busch-Manzel und Katharina Schumann lesen aus ihren Büchern. Die Ausstellung dort ist am 21. und 22. April zwischen 10 und 20 Uhr geöffnet. Im Framersheimer Weingut Hinkel, Kirchgasse 53, ist die Ausstellung an beiden Tagen jeweils von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Karin Stein, Nathalie du Prel und Walli Gutmann präsentieren hier ihre Arbeiten. Am Samstagabend ab 19.30Uhr werden die Künstlerinnen zwischen den Gängen des Menus ihre Kunstwerke erläutern. Ein interessanter Abend mit Künstlern und Musik der Künstlerband von Karin Stein mit Oldies, die begeistern, wird versprochen. In der evangelischen Jakobuskirche in Framersheim stellt jeweils von 9 bis 18 Uhr Nora Gharbi ihre Bilder aus. Sonntags von 11 bis 12 Uhr sind Darbietungen der Kreismusikschule zu hören.

In Sulzheim beteiligt sich das Weingut Frey-Hoos, Bäckergasse 3. Meune Lehmann wird hier ihre Kunstwerke in der großen Halle in den Weinbergen direkt am Pilgerpfad ausstellen, unter dem Motto „Augenblicke des Lebens“. Am Samstagabend findet eine rheinhessische Mundartdarbietung mit der Gruppe „Ajoh“ zusammen mit Vorträgen rheinhessischer Dichtungen von Georg Regner statt. Die Öffnungszeiten sind an beiden Tagen jeweils von 11 bis 23 Uhr.

Der alte Trafoturm im Böhlweg in Sulzheim ist auch in Koku eingebunden: Hier werden die Werke von Martin Krüper (Tinper) sowie Romina Fuchs und Ute Donner zu sehen sein, und zwar samstags und sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr. Die Kreismusikschule Alzey-Worms wird mit einer Trompetenfanfare und Klavier mitwirken (samstags, 17 Uhr).

Skulpturen inmitten von Kräutern

Im Weingut und Gästehaus Bernhard-Räder in der Langgasse 41 in Flomborn stellt Birgit Albert ihre Kunstwerke jeweils von 11 bis 18 Uhr vor. Am Samstag zwischen 15 und 16.30 Uhr können Kinder ab sieben Jahren mit Birgit Albert Wollbilder legen; Kostenbeitrag 10 Euro. Am Samstag wird der Liedermacher Rudi Vietz um 13 Uhr aufspielen, am Sonntag liest um 14 Uhr Uwe Jung (Rommersheim).

Der Bechenheimer Kräuterhof Bauer-Schwab in der Hauptstraße 24 macht jeweils von 11 bis 23 Uhr bei Koku mit. In dieser Hofanlage in Bechenheim werden die Künstler Kirsten Schneider (Fotografien), Thomas Rohlfs (digitale Kunst) und Susanne Westhoff (Inside Outside Sklpturen aus Altmetall) ausstellen. Musik von und mit Thomas Rohlfs, der auch digitale Kunst ausstellt, wird zudem geboten. Des Weiteren bereichern die Skulpturen der Künstlerin Jutta Buß, ausgestellt inmitten der Kräuter, den Garten auf bezaubernde Weise. Umfangreich ist auch das Angebot in der Verbandsgemeinde Wöllstein, angefangen von Höfen und Weingütern bis zum Arboretum in Wöllstein und dem Mikroforum Wendelsheim.


Rheinhessen 

Kunstfestival: Florian Geyer zeigt seine Werke in Flomborn

23.03.2012 - FLOMBORN

Von Beate Nietzel

Seine Blicke lässt er bereits über die rheinhessischen Hügel schweifen. Das Gewicht auf dem Rücken scheint ihm nichts auszumachen, um seine Füße aber ist es noch ordentlich schwer. Fünfeinhalb Tonnen wog der Block aus hellem schlesischen Sandstein, bevor Florian Geyer aus ihm den „Buttenträger“ herauszuarbeiten begann. Dreieinhalb Tonnen werden übrigbleiben, wenn die Skulptur vollendet ist. Gestiftet vom Alzeyer Altstadtverein, wird der „Buttenträger“ von der Größe eines veritablen Basketballspielers als neues Kunstwerk die „Kunst- und Kulturwanderung in den Weinbergen“ am 1. Mai bereichern.

„Das Material zeigt mir den Weg“, sagt Florian Geyer. Zwei Jahre brauche ein Werk wie der „Buttenträger“ von der Idee über die Abstimmung mit dem Auftraggeber bis zur Vollendung. Dabei kann das Terrakotta-Modell im Größenverhältnis eins zu fünf nur Richtschnur sein. „Der Kollege Zufall ist mein wichtigster Verbündeter“, so der Bildhauer, „im Stein zu finden ist wichtiger, als in den Stein zu übertragen“. So treibt der Künstler, geleitet von Imagination, Inspiration und Erfahrung, die Spitz- und Schlageisen mit dem hölzernen Knüpfel, dem Klopfgerät, in den Stein.

„Ich komme vom Stein“, bekräftigt Florian Geyer. Dass aber das Œuvre des 1941 in Alzey Geborenen noch viel mehr umfasst, davon können sich die Besucher von „Koku“ überzeugen - dem großen rheinhessischen Kunstfestival am 21. und 22. April, bei dem mittlerweile über 300 Künstlerinnen und Künstler an mehr als 100 Orten ihre Werke präsentieren.

Arbeiten aus Holz und Keramik, Bronze und Glas, auch Zeichnungen werden zu sehen sein, wenn Florian Geyer sein Haus öffnet, das im Laufe der Jahrzehnte zu einer lebendigen, vielseitigen Galerie geworden ist, und vor allem in das weitläufige Freigelände bittet, der mit Fug und Recht als Skulpturengarten bezeichnet werden kann. Hier führt vor allem Ehefrau Heidrun, ebenfalls Kunsterzieherin, Regie. „Wir schauen, dass immer etwas blüht“, zeigt Forian Geyer auf Krokusse und Kaiserkrone. Das Leben soll man spüren in dieser Vereinigung aus Skulpturen, die oft genug vom lebenden Grün umwunden werden: die gen Süden gewandte Sonnenuhr ebenso wie das steinerne Brunnenrund, dem beruhigendes Plätschern entströmt, oder die Basaltsäulen und die Keramiken aus der „blauen Phase“ vor rund zehn Jahren. „Die Zeichnung ist die Mutter aller Kunst“, bekräftigt Florian Geyer. Deshalb finden sich im Haus in Flomborn, in dem er mit seiner Familie seit 40 Jahren daheim ist, auch präzise Aktstudien, zarte Aquarelle und surrealistisch anmutende Farbstiftblätter. Aber auch ein putziger kleiner Hase aus Diabas-Basalt, Holzskulpturen aus Eiche oder Kirschbaum in reduzierter Form und aus den letzten Jahren „Spielereien mit Glas“, die das Vorfrühlingslicht einfangen und brechen. Viele künstlerische Akzente hat Geyer im öffentlichen Raum gesetzt. So schuf er mit jungen Steinmetzen und Steinbildhauern Ende der 90er Jahre das „Letterndenkmal“ vor dem Gutenbergmuseum in Mainz, das „Römertor“ in Alzey oder die Stahlskulptur am Kreisel in Richtung des Alzeyer Gewerbegebietes.


Künstler Peter Warbinek in seinem Atelier bei der Arbeit. Foto: photoagenten/Axel Schmitz
Künstler Peter Warbinek in seinem Atelier bei der Arbeit. Foto: photoagenten/Axel Schmitz

Siefersheim 

Siefersheimer Künstler Peter Warbinek schafft hintergründig-humorvolle Wein-Bilder

22.03.2012 - SIEFERSHEIM

Von Kathrin Damwitz

Der Regent mit seiner vom Weingenuss rot gefärbten Nase sitzt nachdenklich auf seinem Thron, zu seinen Füßen schenkt sich der Hofnarr ein gutes Glas Rebensaft ein. Nebenan kommt der Spätburgunder, mit Baskenmütze auf dem Kopf und Vin Rouge in der Jackentasche, gegen Abend reichlich angetrunken nach Hause und müht sich, die Holztür aufzuschließen.

Zwei Weinsorten hat der Grafiker, Maler und Illustrator Peter Warbinek auf den bunten Gemälden mit einem Augenzwinkern dargestellt. Sie hängen, neben vielen anderen Werken, in seinem Atelier im Schaustall in der Gemeindestraße 10, das gleichzeitig auch Galerie ist. Zu der Serie gehört neben anderen Motiven auch der Erntehelfer, der die „Spätlese“ einbringt - Laternen beleuchten die Rebzeilen in der Nacht. „Die Nähe zum Wein hier in Siefersheim“ - bis vor einigen Jahren bewirtschaftete der aus Frankfurt zugezogene Künstler auch einen eigenen Wingert - habe ihn zu den Illustrationen „Die schönste Rebensache der Welt“ inspiriert, erzählt Peter Warbinek. Er lebt seit elf Jahren in der Gemeinde, zuvor baute er vier Jahre lang sein Gehöft mit Kuhstall und Kreuzgewölbe um, sanierte, gestaltete neu.

Beim Mega-Kunstevent „Koku“ am 21. und 22. April in ganz Rheinhessen ist der Künstler selbstverständlich dabei. Er zeigt an beiden Tagen ab 11 Uhr seine Werke in seiner eigenen Galerie. Und dazu gehört beileibe nicht nur Weinlastiges: Warbinek, der schon 40 Jahre freischaffender Grafiker und Illustrator ist, hat nach dem Studium an der Wiesbadener Werkkunstschule unter anderem Kräuter und Pflanzen dargestellt, auf fotorealistischen Lehrtafeln, die etwa die Agrarindustrie einsetzte, um die Schäden darzustellen, die Käfer und Pilze anrichten können. Er hat unzählige Lebensmittelverpackungen illustriert, angefangen von Etiketten auf Fruchtsaftflaschen bis zu Joghurtdeckeln, auf denen „seine“ Erdbeeren prangten. Auf Entspannungsbad-Flaschen von der Firma Tetesept waren seine Baldrianpflanzen zu bewundern, auf Hundefutterdosen seine perfekten Tierzeichnungen. Der eigene Buchverlag kam vor wenigen Jahren hinzu, er heißt „Rebensache“. Und ja, auch der eigene Wein wurde selbst abgefüllt und mit Warbinek-Etiketten versehen, die Lage „Wonsheimer Hölle“ legte „teuflische“ Illustrationen nahe. „Manche Weinkunden haben ihre geleerten Flaschen aufbewahrt, nur wegen der Zeichnungen auf den Etiketten“, weiß Warbinek.

Der Künstler lässt sich in keine Schublade pressen, und so hat er Logos für Wanderwege und die Interessengemeinschaft (IG) rheinhessischer Weingewölbe ebenso geschaffen wie Ölgemälde, Buchillustrationen, Zeichnungen aus Pastellkreide, Aquarelle. Rilkes „Panther“ im Jardin des Plantes in Paris besticht auf Warbineks Ölgemälde durch den Kontrast der Farben Grau und Rot. Und durch die Schrift, die gleichsam als Gitter über das Tier gelegt wurde. „Poesie in Farbe“ oder „Gemalte Gedichte“ nennt Warbinek diese Werke; auch Christian Morgensterns Tiergedichte hat er mit passenden Motiven umgesetzt, etwa das „Mondschaf“.

Autoren und Dichter haben zu Ölbildern inspiriert

Morgenstern, Wilhelm Busch, Robert Gernhardt haben ihn zudem angeregt, hintersinnig-humorvolle Ölbilder zu schaffen. „Seit vorgestern kann sich Sabine endlich öfter mit ihrem netten Nachbarn treffen“ steht unter einem Gemälde, auf dem ein verliebtes Paar schmusend auf dem Sofa unterm röhrenden Hirsch sitzt. Auf dem Boden sind noch die Umrisse des mittels Blumenvase gemeuchelten Gatten zu sehen...

Einblick in die Arbeit nehmen und Kostproben der Werke Warbineks sehen - das ist möglich beim Festival „Koku“. „Ich finde es gut, dass es ein Rheinhessen-Kunst-Event gibt und dass es Initiatorin Lisa Winter gelungen ist, viele Leute unter einen Hut zu bringen“, kommentiert Peter Warbinek die Veranstaltung im April.


de Schnauzer“

Dorfzeitung Weinheim – 17. März 2012

300 Künstler zeigen an 80 Ausstellungsorten verteilt über ganz Rheinhessen an zwei Tagen ihre Werke. Dazu gibt es, typisch rheinhessisch Wein und Kleinigkeiten zum Essen. Das Projekt ist vor allem von Idealismus aller Beteiligten getragen.

Ein Wagnis, aber es scheint zu gelingen.

 

Die Initiatorin Lisa Winter, selbst Malerin, wohnhaft in Frankfurt steckt Künstler, wie Gastgeber mit der Idee an und Sponsoren helfen mit Spenden und Medienpräsenz.

„Es geht um Lebensmut und Lebensfreude, um Kontakte und gute Gespräche“ so Lisa Winter. In Alzey, den Stadtteilen und umliegenden Gemeinden ist das Netz der Ausstellungsorte so eng geknüpft, dass sich Besucher ein Wochenende lang vollständig

in bildender Kunst unterschiedlicher Stile, aber auch Lesung und Musik fallen lassen können.

Bei uns können die Interessierten sogar von einem Veranstaltungsort zum anderen laufen. Das sich in Weinheim drei Weingüter gemeldet haben, passt zum Konzept. Denn es gilt an unüblichen Orten Kunst zu zeigen und auf diese Weise ein Publikum zu erreichen, das bisher mit diesem Bereich der Kultur wenig Kontakt hatte. Für Weinheim ist es das größte Kunstevent seit dem europäischen Naturkunstfestivals im letzten Jahr. Umfangreiche Infos über Idee, Künstler und Veranstaltungsorte finden Sie unter www.koku2012.de.

 

Der vollständige Text mit Bildern ist unter de Schnauzer" nachzulesen.


Wormser Zeitung

Austausch mit dem Publikum

15.03.2012 - WORMS

Von Susanne Müller

PROJEKT Rheinhessenweites zweitägiges Event „Kommunikation und Kultur“ im April

„Kommunikation und Kultur“ - das steht hinter koku2012. Unter dieser Idee findet in Rheinhessen, dem Gebiet zwischen Mainz, Worms, Alzey und Bingen, am Wochenende 21./22. April eine Kunstveranstaltung statt. In 40 rheinhessischen Gemeinden, 97 Ausstellungsflächen in Hallen und Höfen, Weinstuben, Hotels, Rathäuser, Kirchen und Banken.

Über 300 Künstler sind dabei: aus Rheinhessen, Deutschland, Europa, aber auch aus Afrika, Amerika und Asien. Maler, Grafiker, Fotograf, Bildhauer, Musiker oder Literaten wirken mit. Im Regelfall ist der Eintritt kostenfrei.

An verschiedenen Orten werden Mitglieder des Rheinhessischen Kultur- und Weinbotschafter anwesend sein. Sie geben auch Hinweise auf das Programm und die Besucher können etwas über Land und Leute in Rheinhessen erfahren, über historische Hintergründe. Bei den Ausstellungen sind die Künstler zugegen, an verschiedenen Stellen dürfen die Besucher auch mitmachen, unabhängig von verschiedenen Vorführungen auch der bildenden Künstler.

Wein aus der Region und spezielle Gerichte

Es war die Idee der Frankfurter Künstlerin Lisa Winter, mit einer solchen Aktion die Kommunikation zwischen Künstlern und Kunstinteressierten zu fördern.

Und damit diese Förderung auch einen nahrhaften Untergrund hat, werden Winzer und Hoteliers rheinhessischen Wein servieren und auch die Tafel auch mit speziellen Gerichten bestücken.


Rheinhessen, 6. März 2012

Berühren bei Kunstfestival "Koku" ausdrücklich erwünscht

Sie bewegen sich, sie klingen: Die Steinskulpturen aus schwarzem Granit des Künstlerpaares Livia Kubach und Michael Kropp aus Bad Münster am Stein. Zunächst faszinieren die Objekte und Skulpturen durch ihre eigene Ästhetik. Zudem überraschen sie damit, dass sie den Betrachter auffordern, ihnen Töne zu entlocken, sie in Bewegung zu setzen und durch Positions-­ wechsel den optischen Veränderungen im Stein und dem Spiel mit Licht zu folgen. Bei "Koku", dem rheinhessischen Kunstfestival am 21. und 22. April, können Besucher die markanten Skulpturen im Alzeyer Burggrafiat "begreifen" und "bespielen". Die Werke von Livia Kubach, Absolventin der Düsseldorfer Kunstakademie und Meisterschülerin des weltberühmten Künstlers Günther Uecker, und ihres Partners Michael Kropp sind erfolgreich international vertreten.                                          bn./Foto privat 

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Radio RheinWelle 92,5

koku bei Radio RheinWelle

 

Die Sendung Experimenta am 28.2.2012 wurde zum Theman koku2012 von Rüdiger Heins moderiert mit Co-Moderatorin Lisa Winter. Telefonisch waren hinzugeschaltet Susanne Westhoff SW-echtROT und in Kanada Christine Amstutz.

Die Aufzeichnung der Sendung wird hier in Kürze eingestellt. Uterhaltsam und informativ. Auch die koku-Songs werrden vorgestellt.



Radio RheinWelle 92,5

 

koku bei Radio RheinWelle


Eine Aufzeichnung vom 31.1.2012,  (15.00 -17.00 Uhr)
moderiert von  Rüdiger Heins
Zu Gast: koku2012-Initiatorin Lisa Winter ab ca. 15.30 Uhr.

gut gelebt - Rheinland-Pfalz heute

Sendung vom 20. Januar 2012

 

2. Beitrag: zu koku2012 mit Initerview der Initiatorin Lisa Winter

gutenberg.tv
Interview mit Lisa Winter, Initiatorin von koku2012

http://gutenberg.tv/mediathek_single.php?id=13032

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Rheinhessen 

Rheinhessen steht im Zeichen von Kommunikation und Kultur

13.01.2012 - RHEINHESSEN

Von Beate Nietzel

Genau 365 Augen sind es. Jedes davon misst einen Meter groß. Und jedes gehört einem Tier, dessen Überleben auf diesem Planeten gefährdet ist. Meune Lehmann hat sie gemalt - und konnte alle 365 Gemälde zusammen bislang nur einmal ausstellen.

Das wird sich im April ändern, denn dann ist das Gesamtensemble zu sehen in einer großen Traktorhalle am Pilgerpfad in Sulzheim: Dank „Koku“ - dem rheinhessischen Kunstevent, das auch diese Zeitung als Medienpartner unterstützt.

Aktionen in Hallen und Höfen

„Kommunikation und Kultur“: Unter diesem Zeichen steht ganz Rheinhessen zwischen Mainz und Alzey, zwischen Worms und Wöllstein am Wochenende des 21./22. April, wenn Malerei und Tanz, Grafik und Bildhauerei, Musik und Literatur und noch vieles mehr Hallen und Höfe, Weinstuben und Hotels, Kirchen und Scheunen, Rathäuser und Banken erfüllen. Mittlerweile sind es rund 300 Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland, die bei „Koku“ an mehr als 80 Veranstaltungsorten ihre Werke präsentieren.

In der Schweiz geboren, in Kanada lebend - und bei „koku“ in Rheinhessen mit dabei: Das ist auch Christine Am- stutz. Frei von der Decke hängen werden ihre großformatigen Seidenbilder im Best Western Hotel in Alzey. Dort sind unter anderem auch die abstrakten Aquarelle von Karl-Peter Merz oder die Werke der Journalistin, Fotografin und Malerin Andrea Fettweis aus Jülich zu sehen. Lesungen und Harfenklänge machen das Kunsterlebnis komplett.

Schon in den ersten Tagen des neuen Jahres haben sich gleich fünf weitere Künstler in die „koku“-Familie eingereiht. Übrigens: „koku“ ist in alle Richtungen vernetzt.

Bereits lange vor dem Event im April kann man vom heimischen Schreibtisch aus, per Tablet-PC oder mit dem Smartphone, interaktiv dabei sein und sich dank Facebook, Twitter, Blog und Co in alle Richtungen austauschen.

Exklusiv stellt der Schriftsteller Max Weigl einen Krimi als Erstveröffentlichung auf der „koku“-Website ein, der vierte Teil ist gerade erschienen. Song-Wettbewerb, Künstler-Interviews und -Videos über Youtube - „koku“ ist ein riesiges, großes Kunstpaket.

„Ich erfülle mir mit dem Projekt einen Lebenstraum“, unterstreicht „koku“-Initiatorin Lisa Winter. Von Geld ist bei keinem der Beteiligten die Rede. Weder nehme sie als Organisatorin eine Vermittlungsgebühr, noch berechneten die engagierten Rheinhessen, die ihre mittlerweile mehr als 80 Veranstaltungsorte zur Verfügung stellen, eine Miete.

Auch die Künstler wirkten kostenlos: „Es geht um Lebensmut und Lebensfreude, um Kontakte und gute Gespräche“, betont Lisa Winter, die selbst als Malerin in Frankfurt lebt und arbeitet. Als Partner haben sich zwischenzeitlich auch Rheinhessenwein, Marketing und Tourismus hinzugesellt, hinzu kommen immer mehr Verbands- und Ortsgemeinden und weitere Sponsoren, die die „koku“-Idee mitleben wollen. Auch ein Kunstpreis wird ausgelobt. „Koku wächst sozusagen stündlich“, freut sich Lisa Winter.

 

Rheinhessen steht im Zeichen von Kommunikation und Kultur

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 Rheinhessen 

170 Künstler an 60 Standorten - „Koku“-Festival will Rheinhessen in Kulturtaumel versetzen

30.11.2011 - RHEINHESSEN

 

  

Von Beate Nietzel

 

Malerei, Bildhauerei und Musik, Literatur, Schauspiel und Tanz - und noch vieles mehr: „Koku“ steht für „Kunst und Kommunikation“. Und genau damit soll Rheinhessen im kommenden Frühjahr an einem einzigen Wochenende förmlich durchdrungen werden. Mehr als 170 Künstler aus der Region, aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt haben sich zum „Koku“-Festival zusammengetan, um am 21. und 22. April 2012 die Menschen in einen wahren Kulturtaumel zu versetzen. Und rund 60 Veranstaltungsorte stehen jetzt schon fest: Kirchen und Hotels, Restaurants, Weingüter und auch beteiligte Künstler öffnen im Alzeyer Land und ganz Rheinhessen bereitwillig Ateliers, Gewölbe und Gasträume, um das erwartungsvolle Publikum in ihr ganz spezielles Ambiente zu bitten.

Vision eines geballten Kunst-Events verwirklicht

Initiatorin und Organisatorin des Mammut-Projekts ist die in Frankfurt lebende Künstlerin Lisa Winter. Als Medienpartner ist diese Zeitung an ihrer Seite, zu weiteren Sponsoren gehört auch das Veranstaltungsmagazin „pepper“. Lisa Winter hat mit dem „Koku“-Festival ihre Vision von einem geballten Kunst-Event verwirklicht, bei dem die Bevölkerung sogar aktiv mitmachen kann. Denn nicht nur interessierte Künstler können sich noch für „Koku“ bewerben, sondern auch begeisterte „Otto-Normal-Maler“. Ganz aktuell ist das „Mauer-Projekt“: Gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern bemalen Menschen aus Rheinhessen eine Mauer und lassen diese so zu einer einmaligen und kreativen Werbefläche für „Koku“ werden (siehe Kasten).

„Das ist einer der ganz besonderen Orte“, verweist Lisa Winter auf die evangelische Kirche in Bornheim, für die bereits jetzt die Veranstaltungen am Wochenende des 21. und 22. April feststehen - fesselnde Lesungen neben berührenden Gemälden.

Aus den höchsten Höhen eines berauschenden Daseins als gefeierter Violinist und Geiger hinab in die tiefsten Täler der menschlichen Partitur: Alois Springer, einst gefördert von Leonard Bernstein, verlor in den 1970er-Jahren jeglichen Halt, durchlitt unvorstellbare Dramen - und richtete sich wieder auf, fand ins Musikleben zurück, begab sich auf Spurensuche in die Vergangenheit. Aus seinem Leben zwischen Ruhm und Wahn berichtet Alois Springer in seiner Autobiografie, die er dem gespannten Publikum vorstellen wird: „Schönheit ist des Teufels“, weiß er heute.

Demgegenüber heißen die Bilder von Carolina Alonso „Eleganter Schwung“ oder „Die Rassige“. Denn in den Mittelpunkt ihrer Werke stellt die Nordspanierin stets den Menschen - ob als feurige Flamenco-Tänzerin, lasziv wartende Dame oder cool dastehenden Mann mit Hut. Ihrer Intuition folgend, bringt sie ihre ganz persönlichen Empfindungen auf vielfältige Art zum Ausdruck. Oftmals mit den Fingern malend, friert Carolina Alonso die Bewegungen des Tanzes auf der Leinwand, Holz oder Plexiglas ein. Die kräftigen Farben symbolisieren die Begierde des Tanzes.

Vom kleinen Café bis zum großen Schloss

Es sind Momentaufnahmen, voller Energie und Eleganz. Aber auch die alten, nicht vergessenen Stars in Kombination mit lustigen Comic-Figuren finden als Pop-Art auf der Leinwand ihren Platz.

Lisa Winter ist derweil gespannt, wer sich alles noch meldet, um Teil der großen „Koku“-Familie zu werden - ob Künstler, Laie oder begeisterter Besitzer einer tollen Örtlichkeit: „Wir nehmen alles - vom kleinen Café bis zum Schloss“.

Auch die evangelische Kirche in Bornheim ist Schauplatz des „Koku“-Festivals im April 2012: Zu sehen sind Gemälde von Carolina Alonso wie „Die Rassige“. Foto: privat

KUNSTAKTION
„Koku“-Initiatorin Lisa Winter und diese Zeitung rufen begeisterte Laien-Künstler auf, gemeinsam mit den „Profis“ eine Mauer zu bemalen. Gesucht wird der Besitzer einer Mauer oder Hauswand, der bereit ist, diese künstlerisch gestalten zu lassen.

Das künftige Kunstobjekt sollte im Alzeyer Land liegen, 1,50 bis 1,80 Meter hoch und so breit sein, dass fünf Künstler jeweils zwei bis drei Meter Platz haben und auch noch Raum für ausgewählte Leser dieser Zeitung bleibt, die ebenfalls mitgestalten können.

Vorschläge per E-Mail an rheinhessen@vrm.com oder per Fax an 0 61 31 / 48 58 68.

 Heft Winter 2011

 

Im Frühjahr 2012 kann man die Regionen aber mal ganz an-ders erleben: Am21. und 22. April 2012wird das koku-Festival denBesuchern seine zahlreichen Pfortenöffnenund einladen zu einer bunten Mischung aus Malerei, Bildhauerei, Musik, darstellender Kunst und –wie sollte es in Rheinhessen anders sein – kulinarischen Highlights.

koku – das heißt Kunstgenuss mit allen Sinnen. koku steht für Kommunikation und Kunst – und die Kommunikation zwischen den Künstlern ist vielfältig. Seit vielen Monaten bereiten sie sich vor und die gute Zusammenarbeit und ge-genseitige Unterstützung helfen dabei, dieses Großprojekt Wirklichkeit werden zu lassen. Die Teilnehmer erstellen zu-dem gegenseitig Videos, mit denen sie sich auf der KoKu-Homepage vorstellen. Dort finden sich auch weitere Infor-mationen rund um das Programm. „Ich möchte, dass jeder Besucher sich sein eigenes koku-Programm zusammenstellt und koku individuell erlebt“, so Initiatorin Lisa Winter.

Die Frankfurter Künstlerin hatte schon vor langer Zeit den Wunsch, Kunst und Kultur der Region der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dieses Projekt kann sie nun mit der tatkräf-tigen Unterstützung von Freunden und Sponsoren endlich realisieren.

Dabei kam immer eins zum anderen: Lisa Winter, selbst Ma-lerin, hat einen großen Freundes- und Bekanntenkreis, in dem viele unterschiedliche Künstler zu finden sind. So kam der Wunsch auf, eine Plattform zu finden, auf der jeder sei-ne Werke der Öffentlichkeit zugänglich machen kann. Man fragte Besitzer von Weingütern und Gasthäusern nach Aus-stellungsräumen, und als die ersten Verbindungen herge-stellt waren, kam der Stein ins Rollen. Immer mehr Künstle-rinnen und Künstler unterschiedlichster Richtungen wurden auf das Event aufmerksam, immer mehr Betriebe wollten als Aussteller zur Seite stehen. So sind nun bereits mehr als 170 Künstler und 46Aussteller bei koku vertreten–und eswerden

Kunst, Wein und Essen in Rheinhessen

Rheinhessen hat seinen Besuchern seit jeher viel zu bieten: ausgedehnte Wander- und Radwege durch malerische Weinberge, zahlreiche Restaurants und natürlich fantastische Winzer- und Gutsausschänke. Sandra Elben über das koku-Festival 2012.

 

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Bilder v. rechts: Mathias May, Wildsülze, Iris Lehnhardt: breakthrough to creativity

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Allgemeine Zeitung

 

  Oppenheim 

Wenn Kunst zum Ventil wird

11.10.2011 - OPPENHEIM

Von Felix Plum

KULTUR Malerei, Schauspiel und Literatur bei Testlauf für „KoKu 2012“ in Oppenheim

 

Es ging um Missbrauch, Tod und Verderben im Burgrestaurant Landskrone. Dem Publikum wurden neben einer Vernissage von Walli Gutmann die Gretchentragödie aus Goethes „Faust“ und eine Lesung aus „Wäre ich doch ein Junge geworden“ von Autorin Katrin Schulte geboten. Das Programm war ein Testlauf für das rheinhessische Kunstevent „KoKu 2012“ (Kommunikation und Kunst), im kommenden Jahr.

In ihrer Vernissage präsentierte die Saarländerin Walli Gutmann ihre neuen abstrakten Kunstwerke, die nicht nur durch viel schwarze Acrylfarbe gefielen. Auffällig war auch die Experimentierfreude mit Materialien, waren doch auf vielen der Leinwände bemalte Stoffe in die Bilder integriert.

Und ohnehin war nicht alles schwarz: Ausgangspunkt ihrer neuen Schaffenszeit seit 2000 sei ein Energie-Bild gewesen, das mit viel roter Farbe, brodelnde, aufwirbelnde Kraft vermittelt. Dieses Bild habe sie als Initialzündung empfunden, als Startschuss für mehr Abstraktion. „Das Bild hatte ich im Kopf, das musste unbedingt raus.“ Abstrakt-figurative Motive, viel Bewegung und kräftige Farben sind zu sehen. Inmitten der bunten Welt startet ein gelber Vogel mitsamt Reiter zum Flug. Und immer wird dem Betrachter ermöglicht, seine eigenen Ideen „in das Bild reinzuinterpretieren“. Schließlich spielt sich auch für Gutmann bei der Arbeit alles im Kopf ab, denn „Malerei beginnt dort, wo Worte enden“.

Ohne Worte kamen Margit-Maria Schneider und Rainer Schauberger bei ihrem Bühnenstück aus „Faust 1“ nicht aus. Schauberger als Sprecher und Faust präsentierte gemeinsam mit Schneider als Gretchen ausgesuchte Szenen und Zitate. Passend zu der anschließenden Lesung konzentrierten sie sich dabei auf das Ende der Tragödie: Gretchens Mutter stirbt an den Schlaftropfen, die sie ihr verabreicht hat, ihr Bruder Valentin wird im Duell mit Faust getötet. Daraufhin ertränkt sie ihr uneheliches Kind und lässt sich hinrichten, ohne auf Fausts Bitte „Lass das Vergangene vergangen sein“ zu achten.

Ihre Vergangenheit aufzuarbeiten war die Motivation für die Autorin Karin Schulte, ihr „Leben auf einige Seiten Papier zu schreiben. Seiten, die sich nicht ausreißen lassen“. Bis Ende der 90er Jahre habe sie als Missbrauchsopfer mit psychischen Problemen zu kämpfen gehabt, zuletzt ein nicht mehr lebenswertes Leben geführt. Erst nach einer vierjährigen Therapie sei sie auf das eigentliche Problem aufmerksam geworden und habe ihr Buch „Wäre ich doch ein Junge geworden“ angefangen. Zunächst schrieb die Bonnerin unter ihrem Pseudonym Katharina Schumann, 2010 hatte sie dann die Kraft, ihr Pseudonym zu lüften. Schulte beschreibt auf 47 Seiten in kurzen Kapiteln aus der Perspektive eines Vogels, stark autobiografische Züge vermischen sich mit einer märchenhaften Erzählweise. Aus Enttäuschung über die Geburt seiner Tochter statt des erhofften Sohnes rächt sich der Vater an seinem Kind. „Warum fehlte dem neugeborenen Kind nur das kleine Zipfelchen?“, formuliert Schulte die Gretchenfrage ihrer Erzählung. Und zum Schluss appelliert sie an Betroffene: „Habt Mut, öffnet euch!“

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Allgemeine Zeitung

 
Rheinhessen 

Buntes Bild der Kunstszene

23.07.2011 - OPPENHEIM

Von Sina Listmann

FESTIVAL Erste Kostprobe in Oppenheim macht Appetit auf Aktion „Koku2012“ in Rheinhessen

Das Kunstevent „koku2012“ zeigte im Burgrestaurant Landskrone eine „allererste Kostprobe“ aus Kunst, Literatur und Schauspiel. Nächstes Jahr werden über 100 Künstler an über 60 Orten in Rheinhessen präsent sein. Noch können sich Künstler wie auch Veranstalter melden.

„Es ist das erste Mal, dass ich meine Bilder nicht an weißen Wänden in einer Galerie zeige“, sagt Iren Krum mit Blick auf ihr neustes Gemälde. Das 4 000 Euro teure Bild mit dem Untertitel „Ölmalerei auf Leinwand mit Schlagmetall“ hängt in der Empfangshalle des Restaurants. Kellner flitzen hin und her, im Nachbarraum klappert Geschirr. „Das ist so lebensnah, finden Sie nicht?“, sagt Krum, die ihr Handwerk an einer renommierten bulgarischen Kunstakademie gelernt hat. Nicht nur, dass sie von ihrem Beruf leben kann, sie habe eine Galerie, die ihr „die Bilder aus der Hand reißt, noch ehe sie trocken sind“. Ihre Bilder hängen noch bis 9. September im Burgrestaurant. Lisa Winter, Organisatorin des Kunstevents, ist froh, dass Krum persönlich gekommen ist: „Die professionellen Künstler haben erst einmal abgewartet, was das überhaupt ist: koku2012.“ Sie lacht und erzählt: „Krum dachte zuerst, ich wolle ihr Kokain verkaufen. Aber koku steht für Kommunikation und Kultur.“ Seit zwei Jahren plant die Sozialpädagogin ehrenamtlich dieses Großevent. Dass es nun in ganz Rheinhessen stattfindet, sei ein Zufall gewesen: „Ich habe in einem Wörrstädter und dann in einem Alzeyer Hotel meine Bilder gezeigt. Danach wollte ich Kollegen ermutigen, auch mal an anderen Orten auszustellen.“ Zuerst habe sie einfach ihre Freunde aus der Kunstszene angeschrieben. Das habe sich so schnell herumgesprochen, dass „plötzlich 50 Autoren auf einmal“ hinzu kamen. „Der Bedarf ist da, sich präsentieren zu wollen“, sagt Winter überzeugt.

Malerin und Schauspielerin Margit-Maria Schneider aus Darmstadt ist da, um eine Szene aus dem Sommernachtstraum von Shakespeare zu spielen. Ihre Acryl-Bilder werden nächstes Jahr ausgestellt. „Ich würde nie fragen, ob ich irgendwo ausstellen darf“, sagt die Hobby-Malerin bescheiden. Nur auf Anfrage von Winter habe sie sich dazu entschieden. Eigentlich arbeitet sie im Büro und malt nur nachts und wenn sie „das Bedürfnis hat“.

Lisa Winter weiß, dass sie eine bunt gemischte Künstlertruppe versammelt hat: Sie kommen aus Rheinhessen, aus Deutschland, aus der ganzen Welt. Sie sind professionell oder gerade erst am Anfang ihres Schaffens. Und sie präsentieren ihre Bilder, Skulpturen, Theaterstücke oder Lesungen in Museen, Weingewölben, Restaurants, in Privathäusern oder zahlreichen rheinhessischen Weingütern. „Das ist doch eine hervorragende Win-Win-Situation für Aussteller und Künstler“ sagt Winter und hofft, dass das Projekt nach 2012 zum Selbstläufer wird.

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Allgemeine Zeitung

 

Kunstevent im Burgrestaurant

14.07.2011 - OPPENHEIM

(red). „koku 2012“ nennt sich ein Kunstevent in Rheinhessen, das Kunst und Kommunikation vereint. In der Region haben sich über 30 Weingüter, Restaurants, Hotels und andere Einrichtungen gefunden, die Künstlern ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Sie sind nicht nur am eigentlichen Event am 21. und 22. April kommenden Jahres beteiligt, sondern bieten bereits vorher Ausstellungen von beteiligten Künstlern, durch die auf das Event aufmerksam gemacht und eingestimmt werden soll.

Die erste „koku-Praline“ wird am Mittwoch, 20. Juli, ab 19 Uhr im Burgrestaurant Landskrone in Oppenheim zelebriert. Iren Krum stellt ihre Gemälde voller Duft und Leidenschaft aus, Ludwina Simmet bringt ihre Skulpturen zum Thema „Neues Altes“ mit, Margit Maria Schneider spielt den Puck aus Shakespeares „Sommernachtstraum“, und der ehemals weltweit gefeierte Dirigent Alois Springer liest aus seinem autobiographischen Roman.

Der Eintritt ist frei, Sektempfang und Canapées sind kostenlos.



Freitag, 01. Juli 2011 05:39 Uhr
URL: http://www.wormser-zeitung.de/region/rheinhessen/10904650.htm

Wormser Zeitung

Rheinhessen 

Weltweites Echo auf eine Idee

01.07.2011 - ALZEY

Von Thomas Ehlke

KUNST-FESTIVAL 120 Künstler wollen 2012 ihre Werke in Winzerhöfen und Restaurants zeigen



Am Anfang war es nur ein Traum, geträumt von der Frankfurter Künstlerin Lisa Winter. Doch manche Träume werden wahr - so auch dieser. Denn am 21. und 22. April 2012 steigt das rheinhessenweite Kunst-Festival „KoKu 2012“. Ko steht dabei für „Kommunikation“ und Ku für „Kultur“. Bislang haben 120 Künstler aus Deutschland, Europa und Übersee ihre Teilnahme zugesagt. Sie werden ihre Gemälde, Zeichnungen, Collagen, Karikaturen, Comics und Fotografien in 34 verschiedenen Lokalitäten in ganz Rheinhessen zeigen. Begleitet wird die Bildende Kunst von einem umfangreichen Musik- und Aktionsprogramm.

„Es wird ein mitreißend rauschendes Fest“, verspricht Lisa Winter, die mit bürgerlichem Namen eigentlich Ilse Reimann heißt. „Aber den habe ich schon fast vergessen“, schmunzelt die Frankfurterin. Die Grundidee von „KoKu 2012“ ist ebenso einfach wie überzeugend: „Künstler suchen Räume, in denen sie ihre Werke ausstellen können. Gastronomen, Geschäftsleute und Winzer zeigen diese Kunst gerne in ihren Räumen. Warum also nicht beide Teile zusammenbringen, wenn sie doch ohnehin gleiche Interessen haben?“, sagt Lisa Winter.

Mit ihrem Anstoß rannte sie bei vielen potenziellen Ausstellern offene Türen ein. Neben der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen sind es vor allem Winzerhöfe, Restaurants und Hotels, die im April 2012 zu Musentempeln der Bildenden Kunst mutieren. So etwa das Best Western Hotel in Alzey. Dessen Direktor Michael Werner war sofort Feuer und Flamme für Lisa Winters Idee und zählt zu den Untersützern des Events: „Ich finde die Idee einfach gut. So wird Rheinhessen kulturell ins Rampenlicht gerückt - und das sowohl national als auch international“, unterstreicht Werner. Eine Begeisterung, die auch Hedda Hinkel teilt. Das Framersheimer Weingut Dr. Hinkel zählt ebenfalls zu den KoKu-Schauplätzen. „Durch die Vorselektion von Frau Winter ist gewährleistet, dass nur renommierte Künstler teilnehmen, die in der Kunstszene einen Namen haben“, sagt Hedda Hinkel. Sie hofft, dass sich das Kunst-Festival in Rheinhessen etabliert und so über die Jahre ein linksrheinischer Gegenpol zum Rheingau Musik-Festival entstehen kann.

Zumindest in der Kunstszene ist „KoKu 2012“ schon zu einem nahezu weltumspannenden Begriff geworden. Denn kaum wurde das Festival im Internet via Homepage, Facebook und anderen Plattformen vorgestellt, erfuhr es ein überwältigendes Echo. Eine der Künstlerinnen, die spontan zusagten, ist die Schweizerin Christine Amstutz, die seit 26 Jahren in der kanadischen Metropole Montreal lebt. „Auf Seide verwirkliche ich meine Fotoarbeiten ... in der Fotografie suche ich nach stets neuen Möglichkeiten, die dem Malen ähnlich kommen: Impressionismus steht mir nah“, beschreibt sie ihre Arbeitsweise. Die in Berlin lebende Holländerin Ria den Breejen widmet sich gerne frauenspezifischen Sujets. Ihre Bilder weisen intensive Farbigkeit und Kontrastwirkung auf. Sie freut sich ebenso auf „Koku 2012“ wie der Hamburger Peter Norden. „Mein Computer ist meine Staffelei, die Maus ist Stift, Pinsel und Palette - aber die Bilder entstehen in meinem Kopf oder Bauch“, beschreibt er sein Schaffen.

 

http://www.wormser-zeitung.de/region/rheinhessen/10904650.htm

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Allgemeine Zeitung

Alzey 

„Das wird ein rauschendes Fest“

17.06.2011 - ALZEY

Von Thomas Ehlke

KOKU-KUNSTFESTIVAL Künstler aus aller Welt zeigen Werke in Rheinhessen / 20 Veranstaltungen im Alzeyer Land



„KoKu 2012“ ist ein rheinhessenweites Kunstfestival übertitelt, das am 21. und 22. April kommenden Jahres stattfindet. Zahlreiche Veranstaltungsorte liegen in Alzey und dem Alzeyer Land. Die Idee für dieses Mammut-Ereignis hatte die in Frankfurt lebende Künstlerin Lisa Winter.

„Mein Traum war es, Künstler und Aussteller zusammenzubringen. Beide nutzen gegenseitig kostenlos die Dienste des anderen“, umreißt Winter, die mit bürgerlichem Namen Ilse Reimann heißt, die KoKu-Idee. Ko steht in diesem Fall für „Kommunikation“ und Ku für „Kultur“. Bislang haben 120 Künstler aus Deutschland, Europa und Übersee ihre Teilnahme zugesagt. Sie werden ihre Gemälde, Zeichnungen, Collagen, Karikaturen, Comics und Fotografien in 34 verschiedenen Lokalitäten, davon 20 in Alzey und Umgebung, zeigen, begleitet von einem bunten Musikmix. „Das wird ein rauschendes Fest“, verspricht Lisa Winter.

Das erhofft sich auch Michael Werner. Der Direktor des Best Western Hotels im Alzeyer Industriegebiet war sofort Feuer und Flamme für das Projekt. „Ich finde die Idee einfach gut. So wird Alzey und Rheinhessen kulturell ins Rampenlicht gerückt - und das sowohl national als auch international“, unterstreicht Werner seine Begeisterung. Im großen Veranstaltungssaal des „Best Western- Hotels“ werden acht Künstler ausstellen, weitere Werke werden im Empfangsbereich zu sehen sein.

Aussteller von Deutschland bis Kanada

Überrascht ist Michael Werner von der Geschwindigkeit, mit der „KoKu“ quasi rund um den Erdball bekannt wurde. Kaum waren die Homepage und eine Seite auf der Internet-Plattform Facebook geschaltet, liefen Anmeldungen von Künstlern und Ausstellern ein. Sogar aus Kanada wird eine Künstlerin anreisen.

Dass der Zündfunke Lisa Winters ausreichte, um so ein Feuer zu entfachen, hat Michael Werner sehr beeindruckt und ihn in seiner Einschätzung bestärkt, das Projekt zu unterstützen. „Wir wollten das erst einmal von der Basis her entwickeln“, verdeutlicht Werner.

Einer der KoKu-Schauplätze im Alzeyer Land wird das Weingut Dr. Hinkel in Framersheim sein. „Kunst und Wein ergänzen sich hervorragend“, nennt Hedda Hinkel einen Beweggrund, sich an der Aktion zu beteiligen. KoKu eröffne die Möglichkeit, dass Rheinhessen von Menschen besucht werde, die sonst nicht hierher kämen. „Durch die Vorselektion von Frau Winter ist gewährleistet, dass nur renommierte Künstler teilnehmen, die in der Kunstszene einen Namen haben“, sagt die Framersheimerin. Vielleicht gelinge es ja, das Kunstfestival als feste Einrichtung in Rheinhessen zu etablieren und so einen kleinen Gegenpol zum Rheingau Musik-Festival zu schaffen. Die Hinkels wollen als besonderes Glanzlicht ein mehrgängiges Wein-Menü anbieten, zu dem die Kunstwerke gezeigt und erklärt werden.